GLOBAL 2000 zu EURATOM: Skandal-Beschluss des Umweltausschusses darf im Nationalrat keinen Bestand haben!

GLOBAL 2000-Studie zeigt: Krediterhöhung führt nicht zu Sicherheitsverbesserungen

Wien (OTS) - Der gestrige Entschließungsantrag des Umweltausschusses zum Thema EURATOM-Kredite geht in die falsche Richtung. "Das darf nicht die Zukunft der österreichischen Anti-Atom-Politik sein", fordert Thorben Becker, Anti-Atom-Sprecher der Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000. "Die Abgeordneten des Nationalrats müssen die Kurzsichtigkeit der Bundesregierung korrigieren und dürfen den Antrag des Umweltausschusses so nicht annehmen. Die Volksvertreter müssen sich eindeutig gegen einen Ausbau der europäischen Nuklearförderung aussprechen, sonst stimmen sie gegen das österreichische Interesse und gegen den Willen der ÖsterreicherInnen." Eine GLOBAL 2000-Umfrage vom Mai 2003 zeigt, dass sich 93 Prozent der ÖsterreicherInnen für den europaweiten Ausstieg aus der Risikotechnologie Atomenergie aussprechen.

EURATOM-Kredite sind das falsche Mittel, um zu Sicherheitsverbesserungen an bestehenden AKW zu kommen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie von GLOBAL 2000
(http://www.global2000.at/pages/euratomfacts.pdf). Hauptbefund:
Zusätzliche Kredite sind für die AKW-Betreiber kein Anreiz, in Sicherheitsverbesserungen zu investieren. In der bisherigen Förderpraxis wurden EURATOM-Kredite noch nie für Sicherheitsverbesserungen eingesetzt. Es ist absolut nicht ersichtlich, warum sich dies in der Zukunft ändern sollte. "Die Regierungsparteien haben betont, dass die Mittel auch für den Fertigbau von AKW vergeben werden sollen, wenn dadurch Sicherheitsverbesserungen erzielt werden können. Eine sinnvolle Anti-Atom-Politik muss jedoch das Ende der europäischen Nuklearförderung zum Ziel haben und darf nicht neue nukleare Zeitbomben schaffen. Die EURATOM-Kredite sind das zentrale Instrument dieser Förderpolitik. Deshalb muss sich Österreich eindeutig gegen die Erhöhung der EURATOM-Kredite stellen", so Becker abschließend.

GLOBAL 2000-Studie "Warum EURATOM alte AKW nicht sicherer macht" unter http://www.global2000.at/pages/euratomfacts.pdf

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