ARBÖ: Finanzmarktaufsicht soll "Raserversicherung" rasch prüfen

Keine inländische Versicherung darf laut Versicherungsverband "Supergau-Crazy-Card" anbieten

Wien (OTS) - Bei der im vom "Ländle" aus propagierten "Raserversicherung" handelt es sich keinesfalls um ein österreichischen Produkt, sondern um das Angebot eines ausländischen Anbieters in Österreich, hat der ARBÖ in Erfahrung gebracht. Der ARBÖ fordert die zuständige Finanzmarktaufsicht, die zum Bundesministerium für Finanzen ressortiert, auf, rasch zu prüfen, ob diese Art der Versicherung überhaupt zulässig ist.

Eines ist laut Auskunft des Versicherungsverbandes jedenfalls sicher: eine österreichische Versicherung darf so ein Produkt auf gar keinen Fall in Österreich anbieten. Dr.Georg Kozak vom Versicherungsverband: "Eine Versicherung gegen Strafen entspricht nicht der heimischen Rechtslage, sie würde den Strafzweck eindeutig unterlaufen."

Theoretisch wäre es aber laut Versicherungsverband immerhin möglich, dass eine ausländische Versicherung auch in Österreich ein Versicherungsprodukt anbieten darf, sofern es in einem anderen Land des Europäischen Wirtschaftsraumes (EWR) bereits zugelassen ist. Zum EWR gehören neben 15 EU-Staaten auch noch die Länder wie Liechtenstein, Norwegen und Island. Die Raserversicherung, die in den letzten Wochen für Schlagzeilen in Österreich sorgte, wurde angeblich in Liechtenstein entwickelt und in Österreich, in der Schweiz und in Deutschland angeboten.

Voraussetzung für eine Zulassung in Österreich ist jedenfalls aber eine ordnungsgemäße Anmeldung bei der österreichischen Finanzmarktaufsicht, ansonsten drohen Strafen bis zu 34.000 Euro. Dazu ARBÖ-Generalsekretär Dr. Rudolf Hellar: "Die Finanzmarktaufsicht soll prüfen, ob diese Anmeldung erfolgt ist und vor allem deren Zulässigkeit kontrollieren."

Darüber sollten alle gesetzlichen Möglichkeiten ausgeschöpft werden, um derartige Angebote in Österreich zu verhindern, fordert der ARBÖ. "Man kann es drehen und wenden wie man will, es bleibt dabei. Wer 270 Euro pro Jahr als Prämie verlangt, stellt klar auf Autofahrer ab, die bewusst und regelmäßig vorhaben, Gesetze zu brechen. Gesetzestreue Autofahrer werden eine derartige Versicherung ablehnen. ", unterstreicht ARBÖ-Generalsekretär Dr. Rudolf Hellar.

Rückfragen & Kontakt:

ARBÖ
Presse u. Öffentlichkeitsarbeit
Mag. Lydia Ninz
Tel.: ++43-1 891 21 244
presse@arboe.at
http://www.arboe.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NAR0001