Pöltl fordert Gleichbehandlung aller Kandidaten im ORF

Wien (OTS) - Am 04.01.2004 wurde der SP-Kandidat Dr. Fischer in einer ORF-Pressestunde präsentiert, nachdem er einen Tag zuvor von der Sozialdemokratischen Partei als Präsidentschaftskandidat nominiert wurde. Am 18.01.2004 hat der ORF der Präsidentschaftskandidatin der Volkspartei Dr. Ferrero-Waldner die Möglichkeit gegeben, ihre Vorstellungen ebenfalls in einer Pressestunde darzulegen. Die übrigen Präsidentschaftskandidaten -unter anderem Herr Wolfgang Pöltl - wurden bis heute zu keiner Pressestunde eingeladen, obwohl Wolfgang Pöltl seine Kandidatur erheblich früher bekannt gegeben hat.

Der ORF bevorzugt offenbar Parteikandidaten vor unabhängigen Kandidaten und gibt ihnen entsprechend dem herrschenden Proporz im ORF die Möglichkeit, sich zu präsentieren, während die übrigen Kandidaten lediglich kurz in Regionalsendungen eingeblendet werden. Diese Vorgangsweise des ORF ist gleichheitswidrig und verstößt gegen das Objektivitätsgebot des ORF-Gesetzes. Wolfgang Pöltl fordert die Gleichbehandlung aller Kandidaten im ORF und verlangt, ihn zu einer Pressestunde am Sonntag einzuladen, um sein Programm präsentieren zu können.

Für den Fall, dass keine Einladung erfolgt, kündigt Herr Wolfgang Pöltl bereits heute eine Beschwerde beim Presserat an und überlegt eine Anfechtung der Wahl wegen ungleicher Chancen bei der Wahlwerbung. Es ist nicht zulässig, die Wahlwerbung in Russland als undemokratisch zu kritisieren, wenn gleichzeitig in Österreich die Kandidaten der etablierten Parteien gegenüber unabhängigen Kandidaten bevorzugt werden.

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