Kärntner Pflegescheck startet im Februar in Steindorf und Klagenfurt/Waidmannsdorf

Ab 24. Jänner Pflege-Notruftelefon 0800-230 130 - "Altwerden zuhause" soll nach Evaluierung flächendeckendes Modell werden

Klagenfurt (LPD) - Der Kärntner Pflegescheck kommt! Ab Februar 2004 wird der Scheck als Pilotprojekt im Klagenfurter Stadtteil Waidmannsdorf und in der Gemeinde Steindorf am Ossiacher See gestartet. Das gab heute Landeshauptmann Jörg Haider in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit der Bürgermeisterin der Gemeinde Steindorf, Marieluise Mittermüller, und Klagenfurts Sozialreferenten Stadtrat Christian Scheider bekannt. Mit dem Pflegescheck in Höhe von 1000 Euro können Pflegeleistungen zugekauft werden, wodurch beispielsweise den pflegenden Angehörigen eine kurze "Auszeit" ermöglicht werden soll. Fix ist weiters, dass ab 24. Jänner das Pflege-Notruf- und Servicetelefon unter der Nummer 0800 -230 130 bedient werden kann. Eine Einrichtung zur Koordinierung und Hilfe, die es bislang nicht gegeben habe, so Haider.

Der Landeshauptmann betonte, dass nach der laufenden Sozialbauoffensive in ganz Kärnten, die einen großen Nachholbedarf erfülle, nun die Pflege daheim immer wichtiger werde. Das Pilotprojekt des Pflegeschecks laufe das ganze Jahr 2004 und werde vom Bundesministerium für Soziale Sicherheit und Generationen finanziert. Während dieser Phase sollten die tatsächlichen Bedürfnisse festgestellt und durch Evaluierung auch der Einspareffekt gegenüber Heimkosten eruiert werden.

Ziel sei es, ein flächendeckendes Modell und auch eine sozialrechtliche Absicherung der Pflegenden zu erreichen. Der Landeshauptmann dankte auch LAbg. Sigi Jost, der das Gesamtprojekt in Verhandlungen mit dem Sozialministerium vorbereitet habe.

Bgm. Mittermüller, auch Obfrau des Vereins "Altwerden zuhause" sowie der Klagenfurter Stadtrat Scheider betonten die Wichtigkeit des Schecks und die damit verbundene humanen Lösung und dass sie sehr erfreut seien, dass die Pilotphase in ihren Gemeinden erfolge. Mittermüller sagte, es sei wichtig, dass auch Pflegebehelfe rasch und kostengünstig zur Verfügung gestellt werden. 25 vollautomatische Pflegebetten gebe es bereits. In ihrer Gemeinde rechne sie mit rund 80 Anspruchsberechtigten bezüglich des Pflegeschecks, der ab Pflegestufe drei und für Menschen ab 50 in Betracht komme.

Scheider sagte, dass in Klagenfurt derzeit rund 200 Personen auf Pflegeplätze warten. Die Möglichkeit, Kurzzeitpflegebetten zur Verfügung zu haben, gebe es erst seit kurzem.

Ernst Liptajnik vom Institut für Gesundheits- und Krankenpflege erklärte, dass der Pflegenotruf der Beginn sei. Es soll eine Vernetzung der Organisationen erfolgen und auch Pflege während der Nacht sowie Pflegeberatung und andere Leistungen (z. B. Bettenbörse) geschaffen werden.

Wolfgang Müller von der Firma PCS stellte sich als Anbieter von technischen Lösungssystemen im Bereich privater Pflege und Überwachung vor. Alarmuhren für zu Pflegende und Telemedizin-Angebote könnten auch die Gesundheitskosten stark reduzieren. In Italien gebe es bereits 25.000 Anwender von privaten Alarmsystemen bzw. Teleüberwachung. Näheres rund um den Pflegescheck gibt´s auch unter den Nummern: Bürgerbüro von LH Haider, 0800-201210, im Magistrat Klagenfurt 537/25 34, Gemeinde Steindorf 04243/ 8383, Verein " Altwerden zuhause" 0664-1535826.
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