Sobotka: Kein Eingriff in die Geldbörse der NÖ Häuslbauer

NÖ Wohnbauförderung zentrale Forderung bei Finanzausgleichsverhandlung

St. Pölten (NÖI) - Verwundert zeigte sich Niederösterreichs Finanzlandesrat Wolfgang Sobotka über die Aussagen von Finanzminister Grasser. Ein Antasten der Mittel für die Wohnbauförderung kommt für Sobotka nicht in Frage. Die WBF ist nicht nur ein Instrument der Wirtschaftspolitik, sondern auch ein Thema der Familien-, Sozial- und Umweltpolitik. ****

"40% der gesamten Bauproduktion fällt auf den Wohnbau. In den letzten 5 Jahren (im Zeitraum 1998 bis 2003) wurden alleine in Niederösterreich durch die Wohnbauförderung regionale Investitionen in der Höhe von 7,6 Mrd. Euro ausgelöst. Alleine im Jahr 2003 waren dies 1,4 Mrd. Euro. Gäbe es keine Wohnbauförderung, gäbe es nicht diese Investitionen", so Sobotka.

Durch die Wohnbauförderung werden jährlich über 30.000 Arbeitsplätze neu geschaffen bzw. abgesichert. "Keine andere Leistung wirkt so direkt in das Land hinein wie die Wohnbauförderung. Über das Baugewerbe hinaus profitieren kleinste Gemeinden und unzählige Klein-und Mittelbetriebe. So hilft dieser Impulsgeber der regionalen Bauwirtschaft - ohne bürokratische Hindernisse - möglichst vielen Menschen", meint Sobotka.

"Die Wohnbauförderung ist Niederösterreichs zentrale Forderung im Finanzausgleich. Solange Dr. Pröll Landeshauptmann und solange Sobotka Finanzlandesrat in Niederösterreich ist, wird Niederösterreich keine Verminderung der Wohnbauförderungsmittel akzeptieren. Ich erteile der Politik des Finanzministers Dr. Grasser eine klare Absage, bei der Wohnbauförderung einsparen zu wollen. Auch Dr. Gusenbauer dürfte das Land Niederösterreich nicht kennen, wenn er an eine Abschaffung der Wohnbauförderung denkt. Ohne Wohnbauförderung wären Tausende Betriebe in der Existenz gefährdet und Tausende Menschen arbeitslos und gäbe es Hunderte weniger Gemeindebauten. Niemand will weitere Arbeitslose und zugesperrte Betriebe, also versteht sich's von selbst, dass es keinen Eingriff in die Taschen der Häuslbauer geben darf", so Sobotka weiter.

Neu ist in Niederösterreich der ökologische Aspekt: aus der Wohnbauförderung wurde die ÖKO-Wohnbauförderung. Umweltpolitik koste Geld, rechne sich aber langfristig wirtschaftlich und ökologisch. "Die NÖ ÖKO-Wohnbauförderung ist einzigartig in ihrer Höhe in Österreich. Engagement für Umweltschutz wird mit einer zusätzlichen Förderung von 14.600 Euro bis 36.400 Euro belohnt. Die bisherigen Erfolge sind erfreulich. So ist es gelungen, den CO2 Ausstoß im Hausbrand zu stabilisieren", so Sobotka erfreut.

"Grasser sollte sich lieber über die gerechte Verteilung der WBF-Mittel nach der Volkszahl Gedanken machen, anstatt über eine Abschaffung der für die Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher so wichtigen Fördermittel nachzudenken", so Sobotka abschließend.

Rückfragen & Kontakt:

VP Niederösterreich
Presse
Tel.: 02742/9020 - 140
http://www.vpnoe.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NNV0002