Gedenksitzung des OÖ. Landtags anlässlich 70 Jahre 12. Februar 1934

SP-Klubobomann Dr. Karl Frais kündigt SP-Initiative für den 12.02.2004 an

Den 70. Jahrestag der Ereignisse rund um den 12. Februar 1934 nimmt SP-Klubobmann Dr. Karl Frais zum Anlass eine dem Gedenken an die schrecklichen Ereignisse im Februar 1934 gewidmete Sitzung einzuberufen. "Unserem Antrag nach soll diese Sitzung sowohl ein Gedenkreferat als auch Beiträge der jeweiligen Parteivorsitzenden der Landtagsfraktionen umfassen", so Frais. "Aufgrund seiner anerkannten Expertenposition im Bereich der Zeitgeschichte wäre der Rektor der Universität Linz O. Univ.-Prof. Dr. Rudolf Ardelt eine ausgezeichnete Wahl für die Position des Gedenkredners. Die letzte Entscheidung liegt noch bei der Klubobmännerkonferenz." Zur inhaltlichen Bedeutung des Gedenklandtags am 12.02.2004 stellt Frais fest: "Dieser Gedenklandtag soll einerseits dem Gedenken an den 12. Februar 1934, und andererseits als generelle Mahnung dafür dienen, auch in Gegenwart und Zukunft das Gemeinsame in allen gesellschaftlichen Bereichen stets vor das Trennende zu stellen."

Im Umfeld faschistischer und autoritärer Bewegungen in Europa entstanden in der Ersten Republik politische Gegensätze zwischen Sozialdemokraten und "Republikanischem Schutzbund" einerseits sowie den Christlichsozialen, deren "Heimwehr" und der Regierung andererseits, die in den Februartagen (12. Bis 15.) 1934 zum Bürgerkrieg führten. Dieser brach am 12.2. in Linz aus, als sozialdemokratische Schutzbündler unter Richard Bernaschek einer Waffensuchaktion der Heimwehr im Linzer sozialdemokratischen Parteiheim, dem ehemaligen Hotel "Schiff", bewaffneten Widerstand leisteten. Es folgten bewaffnete Konflikte in ganz Österreich, die mehr als 300 Tote und fast 1000 Verwundete forderten und schließlich in den Ständestaat mündeten.

"Es ist vor allem die Aufgabe der Politik dafür zu sorgen, dass die Gräuel der Vergangenheit nicht in Vergessenheit geraten. Wenn die Erinnerung an die abschreckenden Vorgänge und undemokratischen Entwicklungen von damals in der Bevölkerung wach gehalten werden kann, ist das der beste Schutz gegen eine Wiederholung der Geschichte," so der SP-Klubobmann.

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