ÖAMTC: Behutsame Fahrweise beugt "Ausrutschern" vor

Auf Brücken, Kuppen und Straßenabschnitten im Wald ist besonders große Vorsicht von Autolenkern gefragt

Wien (ÖAMTC-Presse) - Obwohl der Winter schon längst in Österreich Einzug gehalten hat, lassen sich noch immer viele Autolenker von plötzlichen Schneeschauern und Glatteis überraschen. "Wer seine Fahrweise den winterlichen Fahrverhältnissen anpasst, kann 'Ausrutschern' vorbeugen", erklärt Gerhard Blümel, Leiter des ÖAMTC-Fahrsicherheitszentrums Teesdorf.

Vorrausschauendes Fahren und das Einhalten größtmöglicher Abstände sind oberstes Gebot auf einer rutschigen Fahrbahn. "Das Kupplungspedal und die Bremse sollte nur ganz sanft betätigt werden. Wer am Lenkrad wild herumkurbelt, riskiert ein Ausbrechen des Fahrzeuges", sagt Blümel. Kommt der Autolenker trotz aller Vorsicht ins Schleudern, sollte auf diese Weise reagiert werden:

* Fuß runter vom Gaspedal, auskuppeln und vorsichtig in die gewünschte Fahrtrichtung lenken. Hastiges Lenken verschlimmert die Situation nur noch.

* Der Blick muss immer in die gewünschte Fahrtrichtung gehen. Denn:
Wohin man blickt, dorthin fährt man auch.

* Bei schleuderndem Fahrzeug tritt der Lenker instinktiv auf die Bremse. Verfügt das Fahrzeug über ABS, ist das Bremsen und lenken gleichzeitig möglich. Hat das Fahrzeug aber kein ABS, sollte während des Gegenlenkens nicht gebremst werden. "Blockierende Räder können keine Lenkkräfte übertragen. Das Fahrzeug ist daher nicht lenkbar", erklärt der ÖAMTC-Experte. Ist aber trotzdem eine Bremsung notwendig, weil der Lenker beispielsweise das Fahrzeug vor einem Hindernis zum Stillstand bringen muss, ist die "Stotterbremse" anzuwenden.

"Auch die modernste fahrerunterstützende Sicherheitselektronik wie ABS oder das Stabilitätsprogramm ESP kann die Grenzen der Physik nicht verschieben. Dies sollten sich Autolenker stets vor Augen halten", sagt Blümel.

Glatteis auch bei Temperaturen oberhalb der Null-Grad-Grenze möglich

Übrigens: Mit Glatteis muss man nicht nur bei klirrendem Frost rechnen. Auch bei Temperaturen oberhalb der Null-Grad-Grenze kann sich aufgrund des ausgekühlten Bodens Glatteis bilden. Besonders auf Brücken, Kuppen und in Waldstücke sowie auf Straßenabschnitten entlang von Bächen und Flüssen sollten Autolenker vorsichtig sein. Höchste Alarmstufe gilt bei Regen, denn eine hauchdünne Eisschicht kann sich schnell bilden.

Das richtige Verhalten bei winterlichen Fahrverhältnissen kann am besten bei einem Fahrsicherheitstraining in einem der ÖAMTC-Fahrsicherheitszentren geübt werden. Auf der Homepage des Clubs sind unter der Internetadresse http://www.oeamtc.at/fahrsicherheit/ die Adressen sämtlicher ÖAMTC-Trainingszentren und das vielfältige Angebot an Fahrsicherheitstrainings aufgelistet. Die Fahrsicherheitstrainings können beim Online-Buchungssystem "Check in" gleich gebucht werden.

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ÖAMTC-Pressestelle/Michael Holzinger

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