ÖAAB-Gajdosik ad Wiener SP: Keine Ausreden mehr, Taten sind gefragt

"Lehrlingspolitik wie in Vorarlberg notwendig"

(ÖAAB-Wien, 19.01.2004) Der Vizepräsident der Wiener Arbeiterkammer und Fraktionsobmann der Fraktion ÖAAB-Christliche Gewerkschafter, Alfred GAJDOSIK forderte heute im Rahmen einer Pressekonferenz die Wiener Stadtregierung dazu auf, ein Investitionsprogramm für Wien zu konzipieren. "Ein genauer Blick auf die Eigentums- und Beteiligungsverhältnisse dieser Stadt zeigt, dass es genug brach liegende finanzielle Ressourcen gibt. Gerade diese sollten nun dazu genutzt werden, um die Beschäftigung und den Wirtschaftsmotor anzukurbeln", erklärte er dazu.

GAJDOSIK kritisierte außerdem die Wiener Verantwortlichen für den vorherrschenden Stillstand am Arbeitsmarkt. "Jedes Monat kommen vom Arbeitsmarkt neue Hiobsbotschaften. Und jedes Monat macht die Stadtregierung nichts anderes als jede Verantwortung von sich zu weisen. Diese Haltung ist einfach skandalös", so der Wiener AK-Vizepräsident.

Um die Situation am Wiener Lehrstellenmarkt zu verbessern, forderte er die Schaffung einer Wiener Ausbildungsinteressensgemeinschaft. "Dieses Modell, das in Vorarlberg seit über 30 Jahren angewandt wird, ist bewährt und erfolgreich. Sozialpartner und öffentliche Hand arbeiten dort sehr eng zusammen, um einen hohen Standard bei Ausbildung und Qualifikation von Lehrlingen sicherzustellen. Darüber hinaus wird dadurch ein verbessertes Angebot an Lehrstellenplätzen geschaffen", erklärte er dazu.

Und GAJDOSIK weiter: "Alle, Arbeitnehmer, Arbeitgeber und die Lehrlinge haben in unserem westlichsten Bundesland von diesem ausgeklügelten System profitiert. Es ist deshalb an der Zeit, dass die Verantwortlichen hier in Wien dieses Modell übernehmen und die erforderlichen Ressourcen zur Verfügung stellen. Nur so können wir die vorherrschende Misere nachhaltig bekämpfen!"

Der Wiener AK-Vizepräsident forderte außerdem die Schaffung von verbesserten Rahmenbedingungen für die Fort- und Weiterbildung von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern. "Um einer möglichen Arbeitslosigkeit rechtzeitig entgegenzuwirken muss der regelmäßige Qualifikationsscheck und die kontinuierliche Fort- und Weiterbildung unbedingt institutionalisiert werden. Dafür brauchen wir entsprechende Rahmenbedingungen", meinte er dazu.

Im Zusammenhang mit der Arbeiterkammerwahl 2004 betonte Gajdosik auch nochmals sein Wahlziel: "Die Rechte der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in dieser Stadt kann man nicht so mit links vertreten. Deshalb möchte ich dafür kämpfen, dass unsere Fraktion in der Wiener Arbeiterkammer merklich stärker wird", so GAJDOSIK abschließend.

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