ÖVP fordert Ausbau des Angebot sozialer Dienste im Ländlichen Raum

Scheucher/Grillitsch präsentierten innovative Konzepte und Ideen im Bereich der Kinderbetreuung und Altenpflege

Klagenfurt (ÖVP) - Die Organisation der Pflege- und
Kinderbetreuung ist besonders im Ländlichen Raum mit meist beträchtlichen Schwierigkeiten verbunden. VP-Spitzenkandidatin NAbg. Elisabeth Scheucher und der Präsident des Österreichischen Bauernbundes, NAbg. Fritz Grillitsch, präsentierten dazu heute in Klagenfurt innovative Konzepte und Ideen. Seit Jahren besteht eine enge Kooperation zwischen dem Forum Land des Österreichischen Bauernbundes und dem Österreichischen Hilfswerk. Die Zielsetzung besteht darin, ein flächendeckendes Angebot zu erreichen, um der Bevölkerung im Ländlichen Raum damit neue und flexible Betreuungsmodelle anbieten zu können. "Wenn wir wollen, dass die Menschen in Ländlichen Raum weiter ihren Lebensmittelpunkt haben, dann müssen wir ihnen auch die dafür nötige Infrastruktur zur Verfügung stellen", betonte Scheucher in einem Pressegespräch.

Seit 1997 habe sich die Zahl der Betreuungsstunden im Kärntner Hilfswerk vervierfacht. Eine Umfrage habe ergeben, dass mehr als 80 Prozent der Menschen zu Hause gepflegt werden wollen. "Die mobilen Hilfs- und Pflegedienste nehmen einen immer wichtigeren Stellenwert in unserer Gesellschaft ein. Alten oder kranken Menschen insbesondere auch in den ländlichen Regionen Angebote zur Verfügung stellen zu können, ist deshalb eine unserer wichtigsten Aufgabenstellungen", so Scheucher, die auch stellvertretende Präsidentin des Österreichischen Hilfswerkes ist.

Bereits dreißig MitarbeiterInnen der mobilen Hauskrankenpflege kommen heute aus dem bäuerlichen Bereich. Vom Kärntner Hilfswerk wurden 2001 und 2002 jeweils drei Tagesmütter ausgebildet. Darunter befinden sich zwei Tagesmütter, die selbst praktizierende Biobäuerinnen sind. Als neue Serviceleistungen werden von ihnen beispielsweise für Kinder zwischen acht und zehn Jahren Ferien auf dem Bauernhof oder auch Kindergeburtstage angeboten. Das Erleben der Natur und der bäuerlichen Arbeitsweise steht dabei im Mittelpunkt. Zudem erwerben Bäuerinnen durch die Ausbildung zur mobilen Tagesmutter wichtige Qualifikationen, die für sie ein weiteres berufliches Standbein und damit wirtschaftliche Absicherung bedeuten.

Laut NAbg. Grillitsch stärken neue Erwerbskombinationen für Bäuerinnen den Ländlichen Raum. "Bäuerinnen sind deshalb nicht mehr länger `nur’ verlässliche Produzentinnen gesunder Lebensmittel und eines attraktiven Lebensraumes, sie tragen heute vermehrt soziale Verantwortung und sorgen nicht zuletzt auch für das Fortkommen einer gesunden und intakten Gesellschaft", betonte der Bauernbundpräsident.

Im August 2002 wurde das EU-Projekt Equal zur Ausbildung von Bäuerinnen und Bauern zu Tagesmüttern bzw. Tagesvätern gestartet. Der Ausbildungsumfang beträgt 200 Stunden und ist im Rahmen des Projektes kostenlos. Insgesamt sind vorläufig vier derartige Ausbildungskurse in Österreich geplant. Bislang haben sich rund 90 InteressentInnen gemeldet. Nach Abschluss der Kurse können sie professionelle Kinderbetreuung auf höchstem Niveau anbieten.

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