Leitl und Donohue wollen transatlantischen Handel ausbauen

Präsident der US-Wirtschaftskammer zu Arbeitsgesprächen bei europäischem und österreichischem Wirtschaftskammerpräsident Leitl in Wien

Wien (PWK031) - "Es ist unser größtes Anliegen den transatlantischen Wirtschaftsdialog zu verstärken, sowohl zwischen den USA und Österreich als auch zwischen den Vereinigten Staaten und der EU", erklärte WKÖ- und Eurochambres-Präsident Christoph Leitl anlässlich des Besuchs des Präsidenten der US-Wirtschaftskammer, Thomas J. Donohue, heute, Montag, in Wien.

Die austro-amerikanischen Wirtschaftsbeziehungen laufen grundsätzlich hervorragend. Leitl: "Die USA sind nach wie vor, trotz der verhaltenen Weltwirtschaftsentwicklung und des für Österreich ungünstigen Euro-Dollar-Kurses, unser wichtigster Handelspartner in Übersee und nach Deutschland und Italien der drittwichtigste weltweit." Die Exportrückgänge zu Jahresbeginn 2003 konnten fast abgefangen werden und die Bilanz für das Gesamtjahr könnte wieder ausgeglichen sein. Die leichten Rückgänge der österreichischen US-Exporte in den ersten zehn Monaten 2003 um 1,4% seien auf die Wechselkursentwicklung und auf die schwache Konjunktur zu Beginn des vergangenen Jahres zurückzuführen. Die langfristige Bilanz ist aber durchwegs positiv. Leitl: "In den vergangenen fünf Jahren legten die österreichischen Exporte in die USA um 75% zu. Die EU-Ausfuhren in die USA steigerten sich im selben Zeitraum 'nur' um 50%."

Bezugnehmend auf das Arbeitsgespräch mit seinem amerikanischen Kollegen Donohue, betonte Leitl, dass zu etlichen Themen gemeinsame Vorgehensstrategien entwickelt wurden. Etwa zu den strittigen WTO-Fragen oder einer engeren Kooperation in anderen Weltregionen, z.B. im Nahen Osten. Zur Vertiefung der Beziehungen wird Eurochambres in Washington auch ein eigenes Büro eröffnen. Thomas J. Donohue ergänzte, dass "wir gemeinsam Schritte unternehmen werden, um die handelspolitischen Differenzen zwischen den USA und der EU zu beseitigen. Unser Ziel ist die Verbesserung der Handelsbeziehungen zwischen den USA und der EU im allgemeinen, sowie zwischen den USA und Österreich im speziellen." Zu dem von österreichischen Exporteuren beklagten ungünstigen Wechselkurs meinte Donohue, dass dieser derzeit natürlich ein Segen für amerikanische Exporteure sei, er rechne aber damit, dass gegen Ende des Jahres wieder die Parität erreicht sein werde. Donohue: "Die Wechselkursproblematik löst sich von selbst gemäß der Entwicklung der Wirtschaftsdaten." WKÖ-Präsident Leitl merkte zu dieser Problematik an, dass "die österreichischen und europäischen Exporteure unter dem derzeitigen Euro-Dollar-Kurs zwar etwas leiden, dafür ist die Zeit gut für Investitionstätigkeit in den USA." (BS)

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