Rechnungshof kritisiert den Bau an March-Brücke

Grüne für naturschutzrechtliche Prüfung aller Brückenprojekte an der March

St. Pölten (Grüne) - Im Frühsommer dieses Jahres soll die Marchbrücke in Marchegg eröffnet werden. Nun übt auch der Rechnungshof Kritik an der Verbindung zwischen Niederösterreich und der Slowakei. Die Grünen fordern neuerlich die Abhaltung einer strategischen Umweltprüfung (SUP) für die gesamte Marchregion nach EU-Kriterien. "Die SUP schreibt eine zwingende Bürgerbeteiligung vor und liefert entscheidende Grundlagen für eine nachhaltige und der Sensibilität des Raumes angemessene Entwicklung. Davon profitieren Wirtschaft, Menschen und Natur", so der Grüne LTAbg Martin Fasan.

Nach Ansicht des Rechnungshofes ist der Bau der Brücke mit dem Schutzgebiet "nicht vereinbar". Wasser- und Watvögel würden durch den Bau stark beeinträchtigt. Ende November vorigen Jahres erfolgte der Spatenstich für die Marchbrücke. "Schon damals begleitet vom Protest von Umweltschützern. Im jüngsten Wahrnehmungsbericht spricht sich auch der Rechnungshof gegen das Straßen- und Brückenprojekt bei Marchegg aus", so der Grüne Landtagsabgeordnete.

Fasan: Landeshauptmann Erwin Pröll soll offen sagen, was Sache ist: Autobahnbau geht ihm vor Naturschutz, sein Image als Umweltschützer wird langsam zur Fassade." Als besonders zynisch betrachten die Grünen die Aussagen des Sprechers von Landeshauptmann Pröll, Peter Kirchweger, der in diesem Zusammenhang lapidar meinte:
"Das Land NÖ ist nicht das Naturhistorische Museum". Fasan: "Damit dokumentiert die ÖVP, was sie von Naturschutz hält." Die Grünen fordern eine gemeinsame naturschutzrechtliche Überprüfung aller Brückenprojekte über die March, damit nicht eine gegen die andere Brücke ausgespielt werden kann.

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