FP-Wagner: Neue Glücksspielhalle im Prater ist falscher Schritt zur Neugestaltung

Der lange Weg der SPÖ im Volksprater: Vom Bierlokal über Dinosaurier zum Glückspiel

Wien, 19-01-2004 (fpd) „Der vor wenigen Tagen im Gemeinderatsausschuss von Vizebürgermeisterin Grete Laska (SPÖ) beschlossene Pachtvertrag zwischen der Stadt Wien und der Glückspielautomatenfirma „Novomatic“ setzt der skandalösen Entwicklung im Wiener Volksprater die Krone auf“, empört sich der Leopoldstädter Gemeinderat Josef Wagner (FPÖ). In dem vor zwei Jahren für Familienunterhaltung eröffneten und finanziell gescheiterten „Kaleidoskop“ wird schon bald die Firma „Novomatic“ mit Glückspielautomaten auf 2500 Quadratmetern einziehen. Aufregung darüber herrscht nicht nur bei Anrainern und Freiheitlichen, sondern auch unter den Praterkaufleuten. ****

Wagner erinnert daran, dass das Grundstück des ehemaligen Bierlokals „Oberbayern“ vor Jahren von der Stadt Wien gekauft wurde, „damit die Stadt Wien über die Nutzung entscheiden und weitere Spielhöllen im Prater verhindern kann.“ Der von Vizebürgermeister Grete Laska nun mit „Novomatic“ abgeschlossene Pachtvertrag bewirke das genaue Gegenteil. Nach jahrelangen SPÖ Nachdenkpausen über die Neugestaltung des Wurstelpraters, unzähligen Pressekonferenzen über angeblich neue Konzepte, zwei gescheiterten Pratermanagern, teueren Besuchen von SPÖ-Stadtpolitikern in ausländischen Themenparks und dem zuletzt für April 2004 angekündigten Masterplan von Emmanuel Mongon macht die Wiener SPÖ nun klar, wohin der Weg des Volkspraters führt: Vom Bierlokal über eine zwischendurch untergebrachte Dinosaurierausstellung und einem finanziell gescheiterten Kinoprojekt „Kultiplex“ zum ausbeuterischen Glückspiel. Für Gemeinderat Wagner bedeutet dies „das Ende eines familienfreundlichen Volkspraters mit guter alter Tradition“.

Dass Vizebürgermeisterin Laska das riesige Glückspiellokal „als gelungenen Teilerfolg in der Neugestaltung des Praters“ lobt und als „Gegengeschäft“ mit Novomatic die Finanzierung von öffentlichen Toiletten im Prater zugesagt bekommen hat, beweise für GR Wagner die Inkompetenz der sozialistischen Stadtregierung. „Die Wiener SPÖ hat damit ihre Entscheidung für eine weitere negative Entwicklung des Volkspraters getroffen“, so Wagner. Damit sei auch der in Arbeit befindliche Masterplan des Themenpark-Spezialisten Mongon nicht mehr notwendig. „Man könne die Kosten sparen und den Auftrag zurückziehen. Die SPÖ macht ohnehin nur das was sie will und nicht was Experten vorschlagen“, so Wagner abschließend. (Schluss)

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