Schabl: Situation am Arbeitsmarkt dramatisch - Bundesregierung schaut zu

Nicht nur Rekord bei Arbeitslosigkeit, sondern auch bei geringfügiger Beschäftigung und Teilzeit

St. Pölten (SPI) - "Die Situation am österreichischen Arbeitsmarkt ist derzeit dramatisch, mit einer Entspannung ist aber auf Grund der Versäumnisse der Bundesregierung nicht zu rechnen", umreißt der Vorsitzende des FSG-NÖ, LR Emil Schabl, die Situation. Im Dezember waren in Österreich 296.916 Menschen beim AMS als arbeitslos gemeldet, das ist ein Plus von 48.760 oder 5% gegenüber dem Dezember 2002. In Niederösterreich sind es 52.347, was einem Anstieg um 14.971 (+ 40 %) Arbeitssuchende im Vergleich zum Vormonat entspricht. In dieser Statistik nicht erfasst sind all jene, die in Schulungsmaßnahmen oder Karenz sind - denn damit würde die Arbeitslosigkeit in NÖ weit mehr als 57 000 Menschen betragen. Ebenso gibt es einen Rekordwert an geringfügig Beschäftigten und Teilzeitbeschäftigten. Von Seiten der AK wird in den kommenden Jahren noch mit einer Verstärkung des Trends gerechnet. Pro Jahr werden es nach Schätzungen 5.000 Menschen mehr, die nur geringfügig beschäftigt sind. Betroffen von dieser Entwicklung sind vor allem Frauen. Im Vormonat waren 64.886 Männer und 157.008 Frauen geringfügig beschäftigt.****

"Mit der angekündigten Steuerreform werden alle, die geringfügig oder auf Teilzeitbasis beschäftigt sind, der Großteil sind Frauen, noch weiter benachteiligt. Zum Einen werden durch die Erhöhung des Alleinverdienerabsetzbetrages die Frauen regelrecht in solche schlechtbezahlten Jobs gedrängt. Zum Anderen bekommen jene keine Entlastung, die weniger als 15.770 Euro im Jahr verdienen. Von den Belastungen, wie der gestiegenen Mineralölsteuer oder der höheren Energiesteuer, werden sie aber sehr wohl betroffen sein", so Schabl weiter. "Hier haben wir es leider nicht nur mit einer völlig fehlgeschlagenen Arbeitsmarktpolitik zu tun, sondern auch mit einer fehlgeleiteten Familienpolitik. Viele Frauen haben unter den Gesichtspunkten dieser Steuerreform und auf Grund der ohnehin schon mehr als angespannten Situation am Arbeitsmarkt keine Wahlmöglichkeit mehr", so Schabl abschließend.
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