Iran: Größter österreichischer Auslandsmarkt im Nahen- und Mittleren Osten

Bundespräsident Klestil und WKÖ-Präsident Leitl mit 80köpfiger Wirtschaftsmission vom 24.1. bis 27.1. im Iran

Wien (PWK027) - Betrachtet man die allgemein relativ schlechte Weltwirtschaftslage so stellt der Iran mit einem BIP-Wachstum von 7,4 % im vergangenen iranischen Jahr (März 2002-März 2003) eine erfreuliche Ausnahme dar. Die Gründe für das starke iranische Wirtschaftswachstum liegen vor allem in einer steigenden Inlandsnachfrage, welche nach wie vor zum größten Teil aus Einnahmen der Erdölindustrie finanziert wird. Der relativ hohe Ölpreis ermöglicht der öffentlichen Hand auch die heimischen Industrie sowie die Infrastruktur weiter auszubauen. Ein Boom in der Baubranche, der Kfz-Sektor sowie steigende Auslandsinvestitionen tragen ebenso zum Wachstum bei.

"Wie auch die sehr erfreulichen Ergebnisse bei österreichischen Ausfuhren in den ersten zehn Monaten 2003 zeigten (+42,3% gegenüber der Vorjahresperiode, Volumen 250 Mio Euro), haben österreichische Firmen von dieser Entwicklung profitiert und Marktanteile gewinnen können", sagt WKÖ-Präsident Christoph Leitl, der vom 24.1. bis 27.1. am Staatsbesuch von Bundespräsident Thomas Klestil mit einer 80-köpfigen Wirtschaftsdelegation in den Iran teilnehmen wird. Leitl:
"Für das Gesamtjahr 2003 rechnen wir damit, dass die österreichischen Exporte in den Iran die Schwelle von 300 Millionen Euro (+30%) überschreiten könnten."

Der Iran festigt damit seine Position als größter österreichischer Auslandsmarkt im Nahen und Mittleren Osten. "Die bevorstehende Reise von Bundespräsident Klestil und WKÖ-Präsident Leitl mit der größten österreichischen Wirtschaftsdelegation in ein außereuropäisches Land wird die schon hervorragend laufenden österreichisch-iranischen Wirtschaftsbeziehungen weiter ankurbeln", erwartet Walter Koren, Leiter der Außenwirtschaft Österreich (AWO) der WKÖ. Der Besuch der Präsidenten kommt in einer Zeit des wirtschaftlichen Aufschwungs, an dem österreichische Unternehmen auf Grund ihrer langjährigen Partnerschaften mit iranischen Firmen und des positiven Images von Österreich im Iran profitieren können. Koren: "Das Überschreiten der 300 Millionen Euro Marke bei den Austro-Exporten in den Iran deutet nur das Potential des iranischen Marktes an. Der Besuch wird sicher dazu beitragen, eingeführte österreichische Firmen auf diesem Markt nachhaltig zu unterstützen und auch Erstexporteuren die Tür zu öffnen." Es wird jedoch eine gezielte Nachbearbeitung durch die Firmen, sehr häufig in Zusammenarbeit mit der WKÖ-Außenhandelsstelle Teheran, notwendig sein, um diese Erstkontakte auch zum gewünschten Erfolg zu führen.

Die wichtigsten österreichischen Exportprodukte sind mechanische Maschinen und Geräte, elektrische Maschinen sowie Papier und Pappe. Das vorhandene und sicherlich weitaus größere Potenzial wird österreichischerseits aber nur dann auszuschöpfen sein, wenn etablierte Iran-Exporteure bereit sind, neue Vertriebs- aber auch Kooperationsmöglichkeiten (Joint-Venture, Technologietransferabkommen) ins Auge zu fassen. Besonders Firmen mit Spezialkenntnissen im Energie-, Wasser-, KFZ- und Umweltbereich, und Unternehmen aus dem Medizin-, Pharma- und Chemiesektor sollten neben den eingeführten Unternehmen aus den Zweigen Anlagen-, Kraftwerks-und Maschinenbau den Iran auf Möglichkeiten hin untersuchen. Derzeit sind 200 österreichische Firmen über Vertreter im Iran präsent und 20 unterhalten eigene Niederlassungen oder Joint-Ventures mit iranischen Partnern. (BS)

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