FP-Wagner: Zufriedene Messe Wien, verzweifelte Anrainer, gescheiterte Verkehrspolitik

Wohnbevölkerung und Besucher werden Verkehrschaos nicht länger dulden

Wien, 19-01-2004 (fpd) Die Ausstellungshallen der „Messe Neu“ im Prater wurden von Besuchern der Ferien- und Automobil-Messe regelrecht gestürmt. „Der für die Messebetreiber riesige Erfolg bedeutet leider für Messebesucher und Bewohner der Leopoldstadt eine gewaltige Nervenprobe“, kritisiert der Leopoldstädter Gemeinderat Josef Wagner (FPÖ) das enorme Verkehrschaos rund um das Messegelände. Verantwortlich für diese unerträglichen Zustände ist Planungs- und Verkehrsstadtrat DI Rudolf Schicker, der die Forderung der FPÖ nach einem Verkehrsleitkonzept beharrlich ignoriert. ****

Überfüllte Straßenbahnen, kilometerlange Staus auf den Zubringerstraßen durch dicht besiedeltes Wohngebiet, Schritttempo für Autofahrer, Parkplatzmangel und Wartezeiten von 30 Minuten vor vollen Garagen sind die Folgen einer falschen Planungs- und Verkehrspolitik der SPÖ Stadtregierung. „Bei jährlich 22 geplanten Messen wird in der Leopoldstadt praktisch das ganze Jahr über ein verkehrstechnischer Ausnahmezustand herrschen“, befürchtet Wagner. Dagegen hätten der Wiener Bürgermeister und seine überforderten Stadträte kein Konzept anzubieten, außer auf die im Jahr 2007 in Betrieb gehende U 2 Verlängerung. Für Gemeinderat Wagner „kommt die U-Bahn-Anbindung 2007 viel zu spät, die betroffenen Bewohner werden vorher auf die Barrikaden steigen“.

Wagner sieht in den Verkehrsproblemen auch ein finanzielles Risiko für den Eigentümer „Wiener Messe Betriebs GmbH“ und den Betreiber „Reed Exhibitions“, weil ein andauerndes Verkehrschaos sicher Besucher abschrecken wird. Das um 192 Millionen Euro gebaute Prestigeprojekt „Messe Neu“ könnte bald zum finanziellen Flop für Wiener Steuerzahler werden.

„Nach diesen ersten Messetagen sollte auch für SPÖ Politiker klar sein, dass die Messe Wien dringend ein Verkehrsleitkonzept, eine Verstärkung der öffentlichen Verkehrsmitteln, mehr Parkplätze und zusätzliche Garagen braucht“, so Wagner abschließend. (Schluss)

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