Anerkennung für Niederösterreichs Einsatz bei nachwachsenden Rohstoffen

Landesrat Plank für rasche Regelung bei Ökostromverträgen

Berlin (OTS) - "Die neuen EU-Mitgliedsstaaten unternehmen große Anstrengungen, sich mit ihren Produkten am Markt zu positionieren. Und sie treten dabei mit großem Selbstbewusstsein auf." Dieses Resümee zog heute Landesrat Josef Plank zum Abschluss seines mehrtägigen Berlin-Aufenthaltes in dessen Mittelpunkt der Besuch der internationalen grünen Messe stand. Ziel müsse es nun sein, durch gezieltes Marketing und Überzeugungsarbeit Marktanteile in den neuen Märkten zu erobern und heimische Produkte wie Fleisch, Milch oder Wein in den Regalen der unmittelbaren Nachbarländern unterzubringen.

Plank nützte gestern Abend bei einem Empfang der Deutschen Centralen Marketing Agentur auch die Gelegenheit, u.a. mit den Landwirtschaftsministern von Bayer, Josef Miller, und von Baden-Württemberg, Willi Stächele, Gespräche in Bezug auf die Umsetzung der GAP-Reform zu führen. Geschätzt werde in Österreich die hohe Lebensmittelsicherheit, so Plank, der sich neben einer verstärkten Zusammenarbeit auf regionaler Ebene für den weiteren verstärkten Einsatz nachwachsender Rohstoffe aussprach. Im Bereich der Biomasse kann Niederösterreich auf große Erfolge verweisen, bereits gut 200 Anlagen sind in Niederösterreich in Betrieb. Die Investitionen seit 1983 beliefen sich hier auf rund 210 Mio. Euro. Allein seit 2001 konnte dadurch der CO2-Ausstoß um 138.000 Tonnen verringert werden.

Sorgen bereitet Plank die Tatsache, daß es derzeit keine Öko-Stromverträge gibt. Die derzeitige Notlösung könne nicht akzeptiert werden, hier stehe die Glaubwürdigkeit auf dem Spiel, stellte Plank klar. In einem Brief an Bundeskanzler Wolfgang Schüssel und die Minister Martin Bartenstein und Josef Pröll werde auf diesen Umstand hingewiesen. "Mit der derzeitigen Regelung sind allein in Niederösterreich Investitionen in der Höhe von 55 Mio. Euro massiv gefährdet", so Plank. Es müsse deshalb eine zufriedenstellende Lösung gefunden werden, denn im Ökostromgesetz sei die Verpflichtung zur Abnahme der Ökoenergie festgeschrieben.

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