Kärntner Umweltreferat: Geplantes Programm

LR Rohr: Sicherung der Trinkwasserversorgung des Landes Kärnten ist wichtiges Thema

Klagenfurt (LPD) - Künftige Schwerpunkte der Umweltabteilung stellte Landesrat Reinhart Rohr heute, Samstag, vor. Geplant seien unter vielen anderen wichtigen Maßnahmen, die Sicherung der Kärntner Trinkwasserversorgung, die massive Förderung von Alternativenergie sowie die verstärkte Sensibilisierung der Menschen für die Umwelt.

Mit einer ausreichenden Budgetierung der Landesmittel solle im Bereich Siedlungswasserwirtschaft besonders auf die Sicherung der Trinkwasserversorgung des Landes durch Forcierung von überregionalen Wasserversorgungsanlagen und die Einführung der öffentlichrechtlichen Stiftung "Wasser für Kärnten" Wert gelegt werden. Bis zum Jahr 2010 solle eine flächendeckende, dem Stand der Technik entsprechende Abwasserentsorgung im gesamten Bundesland unter volkswirtschaftlicher Optimierung der Anlagenart zu sozial verträglichen Preisen eingeführt werden. Das vergangenes Jahr ausgearbeitete Thermalwassernutzungskonzept soll bis zum Jahr 2006 umgesetzt werden. Die Förderaktion für Kleinkläranlagen werde bis 2005 unter Beibehaltung der ursprünglichen Landesförderung ohne die Gemeinden zu belasten fortgesetzt.

Die Abfallwirtschaft werde sich hauptsächlich unter dem Credo "Vermeidung vor Verwertung vor Behandlung" mit der möglichst hohen stofflichen und energetischen Verwertungsrate und Reduktion der Deponierung von unbehandelten Abfällen befassen. Dafür müssten die notwendigen rechtlichen Grundlagen erlassen sowie organisatorische Maßnahmen umgesetzt werden, damit sichergestellt werde, dass das Land Kärnten die durch den Bundesgesetzgeber vorgegebenen Anforderungen zeitgerecht und für den Bürger kostengünstigst erfüllen könne.

Hauptaugenmerk werde auf dem Gebiet Energiewirtschaft -Klimaschutz auf die Weiterführung der Förderung von Alternativenergie gelegt, wobei diese an die Solarförderung angeglichen werden soll. Außerdem müsse der Verein "Energie: bewusst Kärnten" weiter ausgebaut werden. Bei der Wohnbauförderung NEU soll es zu einer Koppelung der Förderung an Energieeffizienz und die Verwendung von nicht fossilen Brennstoffen kommen. Gleichzeitig soll die Althaussanierung durch die Gleichstellung der Förderung mit jener für Neubauten forciert werden. Besonderer Schwerpunkt werde auch auf die Klimaschutzgemeinden in Kärnten gelegt werden.

In Bezug auf die Häufung von Umweltkatastrophen werde man am Sektor Schutzwasserwirtschaft das Prinzip Prävention statt Verbauung stärken. Flächendeckende Gefahrenzonenpläne und Grundsatzkonzepte müssten umgesetzt und die "Naturgefahrenkarte Kärnten" weiterentwickelt werden. Durch Revitalisierungen im Rahmen der EU-Wasserrahmenrichtlinie soll es zu einer weitere Verbesserung der ökologischen und ökomorphologischen Qualität der Kärntner Fließgewässer kommen. Für laufende schutzwasserwirtschaftliche Maßnahmen soll der Finanzrahmen von einem Bauvolumen von zehn Millionen Euro pro Jahr auf 15 Millionen erhöht werden. Weiters sollen durchgängige ÖKO-Systeme wie Fischaufstiegshilfen eingerichtet und die Restwassermengen bei Kleinkraftwerken verbessert werden.

Die Umweltverträglichkeitsprüfungs-Verfahren (UVP) sollten ab vollständiger Antragsstellung maximal sechs Monate dauern, was auch für das Ravensburger-Spieleland gelten solle. Weiters werde in der Umweltschutzrechtsabteilung des Landes eine UVP-Servicestelle eingerichtet bzw. ausgebaut.

Das besonders wichtige Thema der Umweltbildung werde durch die Einbindung umweltrelevanter Punkte in den Schulen über aktive Beteiligung des Landes Kärnten am Schulprogramm ÖLKOLOG forciert werden. Außerdem müsse es zu einer Verbesserung der Umweltausbildung mit verstärkter Kooperation zu den Wirtschaftsbetrieben und Exekutivorganen kommen. Auch für ein Kärntner Bodenschutzgesetz sollen Rahmenbedingungen geschaffen werden.
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