ÖGJ-Eder: Uni Wien von Absolutismus bedroht

Gewerkschaftsjugend solidarisch mit Studierenden

Wien (ÖGJ/ÖGB). "Wir fordern eine Demokratisierung der Universitäten anstatt des Rückfalls in die Zeit des Absolutismus, den der von Rektor Georg Winckler geplante Organisationsplan für die Uni Wien darstellt", unterstützt der Vorsitzende der Österreichischen Gewerkschaftsjugend (ÖGJ), Jürgen Eder, die Studierenden an dieser Universität.++++

Der autoritär erstellte Organisationsplan ist ein Angriff auf Studium, Wissenschaft und Forschung, weil den Studierenden an der größten österreichischen Universität dadurch jede Möglichkeit zur demokratischen Mitgestaltung genommen wird.

Durch die im neuen Organisationsplan vorgesehene Zerschlagung der bisherigen Struktur (Fakultäten, Institute) und die Etablierung willkürlich zusammengestellter neuer Fakultäten (mit vom Rektor bestellten LeiterInnen) sind so genannte "Orchideenfächer" massiv von der Abschaffung bedroht.

"Die Universität muss den Studierenden gehören und darf nicht zur autoritär geführten Privatuni des Rektors verkommen. Folglich muss der Organisationsplan zurückgenommen werden", fordert Eder, dessen Organisation Tausende Studentinnen und Studenten vertritt.

Eder erinnert auch an die katastrophale räumliche Situation an den Universitäten. Die Studierenden müssen zwar hohe Studiengebühren bezahlen, erhalten aber nur unzureichende Leistungen. "Vor allem aber sind Studiengebühren sozial ungerecht, weil sie den Zugang zur Bildung erschweren oder sogar unmöglich machen. Die Gewerkschaftsjugend fordert daher die Abschaffung der Studiengebühren", so der ÖGJ-Vorsitzende abschließend. (fk)

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