- 15.01.2004, 15:43:04
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Bessere Breitband-Internetversorgung für Europa
Internationales Forschungsprojekt am Salzburger Techno-Z
Salzburg (OTS) - Einer aktuellen Studie zufolge werden auch in
Zukunft in den fünf größten europäischen Ländern rund sieben
Millionen Haushalte ohne kabelgebundenen Breitband-Anschluss bleiben.
Noch ungünstiger stellt sich die Situation in den neuen
EU-Mitgliedsstaaten dar, in denen oft kaum eine geeignete
terrestrische Infrastruktur gegeben ist. Neue, kabellose Techniken
bleiben also die einzige technische Alternative, um allen Bürgern
Europas Zugang zum Datenhighway zu ermöglichen. Die Errichtung eines
Breitband-Funknetzwerks für alle Bürger wurde damit zu einem
europäischen Ziel höchster Priorität.
Neue Technologien für den Datentransfer
BROADWAN heißt das auf fünf Jahre angelegte EU-Projekt, das die
Verbesserung der Breitband-Internetversorgung in Europa anstrebt.
Eingebunden in das ambitionierte Projekt ist auch eine Forschergruppe
des Instituts für Computerwissenschaft der Universität Salzburg unter
der Leitung von Dr. Hilmar Linder. Das sechsköpfige Team arbeitet
seit Dezember am Standort Techno-Z in Salzburg an der Entwicklung
neuer Protokolle und Technologien für den kabellosen Datenverkehr.
Ruckelfreie Videos dank BROADWAN
"Letztlich soll es zu einer besseren Verständigung zwischen
Empfängern und der Basis kommen", erklärt Linder grundlegende
Zielsetzungen. Er verweist darauf, dass über UMTS heute noch keine
ruckelfreien Videos empfangbar sind, wenn das Gerät in Bewegung ist.
Dies sollte sich durch BROADWAN ändern. Eine drastische Erhöhung der
Übertragungsgeschwindigkeit sorgt auch für eine deutlich bessere
Qualität.
High-Speed-Internet auch am Land
Mittels BROADWAN soll nicht nur eine schnellere Übertragung von
multimedialen Daten möglich werden. Darüber hinaus soll der mobile
Zugang zum Hochgeschwindigkeits-Internet in ganz Europa vereinfacht
werden. Auf Basis verbesserter Funktechniken wird damit schnelles
Internet mit Geschwindigkeiten jenseits von ADSL nicht nur in den
urbanen Ballungsräumen zugänglich, sondern auch im ländlichen Raum.
40 Millionen Euro für die Forschung
25 Partner aus zehn Ländern aus den Bereichen Industrie,
Telekommunikation und Forschung haben sich für das 40 Millionen Euro
schwere Projekt zusammengeschlossen. Vier Prozent fallen dabei auf
das Forscherteam in Salzburg. Neben der Universität Salzburg sind
auch große Unternehmen wie T-Systems, Thales, Telenor oder Thomson
involviert. "Erste Pilotversuche für die neue Technologie laufen
bereits in Skandinavien", erklärt Linder.
Techno-Z - Your best connection to the future
In seinen sieben Technologie- und Gründerzentren bietet das
Techno-Z (http://www.techno-z.at/) seinen Kunden ein einzigartiges
Netzwerk aus 200 Hightech-Firmen mit mehr als 1.000 Beschäftigten,
Forschungsinstituten, Fachhochschulen und Universitäten. Darüber
hinaus profitieren die ansässigen Unternehmen von profunder Beratung
zu allen unternehmerischen Fragen, einer perfekten technischen
Infrastruktur und den strategischen Kooperationen am Standort.
Pressefoto
Dr. Hilmar Linder (links) präsentiert Techno-Z-Geschäftsführer
Mag. Werner Pfeiffenberger das Projekt BROADWAN:
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(Verwertung honorarfrei, Bildrechte: MEDIACLUB/Martin Sturmer)
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