Schäffer: Gusenbauer tappt in die schulpolitische Organisationsfalle

Diskussion um Ganztags- und Gesamtschule bringt keine Qualitätssteigerung - Klare Absage an Gesamtschule

"Gusenbauer muss sich entscheiden, ob ihm die Schulqualität am Herzen liegt oder ob er die ewiggestrige Diskussion um Gesamt- und Ganztagsschule führen will. Wenn er sagt, dass wir über die Frage der Qualität diskutieren sollen und gleichzeitig in die Organisationsfalle tappt, zeigt das, dass er von Schulpolitik eigentlich keine Ahnung hat", erklärte heute der ÖVP Bildungsexperte und Präsident der Landesschrates Salzburg, Gerhard Schäffer.

Die von Bildungsministerin Elisabeth Gehrer eingesetzte Zukunftskommission hat in sieben Handlungsfeldern Maßnahmen zur weiteren Hebung der guten Qualität an den österreichischen Schulen vorgeschlagen, z.B.: Schule und Unterricht systematisch verbessern (z.B.: Schulprogramm), klare Ziele, bessere Orientierung (Bildungsstandards), Handlungs- und Entscheidungsspielräume (mehr Autonomie), Schulorganisatorische Verbesserungen (Optimierung des Beginn des Schuljahres, verlässlicher Unterricht), Professionalisierung und Stärkung des Lehrberufes (Leistungsbezogene Aufstiegsmöglichkeiten - Arbeitsteilung im Team), Qualität prüfen und sichern, Unterstützungssysteme einrichten (Stärkung schulinterner Netzwerke).

Um möglichst viele an Bildung interessierte Personen in die Qualitätsinitiative einzubinden, wurde die virtuelle Plattform www.klassezukunft.at eingerichtet. Die vielen konstruktiven Beiträge aus der Wirtschaft, von den Schulpartnern und der engagierten Lehrerschaft bestätigen die von Bildungsministerin Gehrer gewählte Vorgangsweise. Viele Vorschläge der Zukunftskommission werden in den österreichischen Schulen bereits umgesetzt. Andere, breit akzeptierte Vorschläge wie die Erstellung der Bildungsstandards wurden aufgegriffen. Bildungsstandards werden von einer Arbeitsgruppe des Bildungsministeriums unter Einbindung der Schulpartner, Lehrpersonen und Experten ausgearbeitet. Dabei werden die bisherigen Vorarbeiten und die Empfehlungen der Zukunftskommission beachtet. Ähnliche Prozesse laufen auch in anderen EU-Ländern, Erfahrungen aus diesen Entwicklungen fließen in die österreichischen Bildungsstandards ein.

Im Vordergrund aller über die Qualitätsinitiative klasse:zukunft diskutierten Maßnahmen zur Qualitätssteigerung steht, dass sie den Kindern und Jugendlichen zu Gute kommen müssen. Neue Anregungen werden hinsichtlich dieser Vorgabe und hinsichtlich der Effektivität und dem Nutzen für die Schulen überprüft. Nach Abschluss der Diskussionsphase Ende Mai werden die vielen Anregungen zur Erstellung eines Qualitätsmemorandums herangezogen. Mit diesem wird die Qualitätsoffensive klasse:zukunft in die Umsetzungsphase treten. Gemeinsam mit den Schulpartnern, Lehrerinnen und Lehrern und der Wissenschaft werden kürzer- und längerfristige Ziele erarbeitet und umgesetzt werden.

"Ich appelliere daher an alle, die ernsthaft an der Weiterentwicklung der guten Qualität der österreichischen Schule interessiert sind, nicht zu polemisieren oder zu verunsichern, sondern konstruktive, sachliche Vorschläge einzubringen. Es kommt nicht auf die Organisation an, sondern auf den Inhalt. daran muss gearbeitet werden, wenn wir für die Kinder und Jugendlichen i Zukunft die hohe Qualität der Schulen sichern und weiterentwickeln wollen.", so Gerhard Schäffer abschließend.

nnn
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