Vorarlberg setzt ganz auf ökologisches Bauen

LR Rein stellte Wohnbauförderungsrichtlinien 2004 vor

Bregenz (VLK) - Im vergangenen Jahr gab es für 1.837 Neubau-Wohnungen in Vorarlberg Landgeld-Zusagen. "Unsere vereinfachten Wohnbauförderungsrichtlinien haben einen
Durchbruch im ökologischen Wohnbau gebracht", betonte
Landesrat Manfred Rein heute, Donnerstag, im Landhaus.
Schwerpunkte im neuen Jahr sind die Einführung des
ökologischen Systems in der Althaussanierung und das
barrierefreie Bauen bei gemeinnützigen Mietwohnungen. ****

Eine wichtige Neuerung ist die Einführung eines eigenen Förderungssatzes für Passivhäuser im Neubau und für Niedrigenergiehäuser in der Althaussanierung. Ein weiterer Kernpunkt der Richtlinie 2004 ist, dass auch bei
Regelförderung Ökopunkte vorliegen müssen. Damit gibt es
eine durchgehende ökologische Förderungslinie, so Rein. Der Gebäudeausweis ist als "neuer Typenschein des Wohnens" Voraussetzung für eine Wohnbauförderung.

Um das Instrument der Öko-Förderung auch im Bereich der Althaussanierung einzuführen, werden der ökologische Bauteilkatalog und auch die Parameter vom Neubau
übernommen.

Erfreulich für Rein ist auch, dass die gemeinnützigen Bauträger dafür gewonnen wurden, im nächsten Jahr nur noch barrierefreie Mietwohnungen zu errichten. Vorgesehen ist,
danach auch im privaten Bereich den Schritt in das
barrierefreie Bauen einzuleiten.

1.551 der im letzten Jahr geförderten Neubau-Wohnungen
haben Öko-1- oder Öko-2-Standard. Das heißt, Ressourcen schonendes Bauen hat bereits eine Größe von 85 Prozent
erreicht. Und weiterhin setzen immer mehr Häuslebauer auf Sonnenenergie. Seit 1991 hat das Land schon 8.485
Solaranlagen mit insgesamt 14,3 Millionen Euro gefördert.
Die Gesamtkollektorfläche in Vorarlberg beträgt 98.000 Quadratmeter. Zum Vergleich: In ganz Italien, einem
ausgesprochen sonnigen Land, sind es 120.000 Quadratmeter.
(gw,nvl)

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