Bures zu Ferrero-Kandidatur: ÖVP-Inszenierung misslungen

Wien (SK) Von einem "Fehlstart" spricht SPÖ-Bundesgeschäftsführerin Doris Bures im Hinblick auf die heute erfolgte Nominierung von Ferrero-Waldner als ÖVP-Präsidentschaftskandidatin. "Die geplante Inszenierung von Ferrero-Waldner als parteiunabhängige Kandidatin ist gründlich misslungen, nun muss die ÖVP zähneknirschend Ferrero-Waldner als ihre Partei-Kandidatin auf's Schild heben", so Bures am Donnerstag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. ****

Eine Parteiunabhängigkeit der ÖVP-Kandidatin wäre auch unmöglich argumentierbar gewesen, merkte Bures an mit dem Hinweis auf das durchwegs aus der ÖVP stammende Personal, das Ferrero-Waldners Wahlkampf leitet - darunter Ex-ÖVP-Bundesgeschäftsführer Kurt Bergmann an der Spitze des Unterstützungskomitees, der ehemalige Schüssel-Sprecher Florian Krenkel und ÖVP-Generalsekretär Lopatka als Wahlkampfmanager. Außerdem erinnerte Bures daran, dass Ferrero-Waldner, die seit 1995 auf dem ÖVP-Ticket in Regierungsfunktionen ist, bei den letzten Nationalratswahlen die ÖVP-Landesliste für Salzburg anführte. Eine konstruierte "Parteiunabhängigkeit" hätte darüber hinaus das massive Glaubwürdigkeitsproblem Ferrero-Waldners weiter vergrößert -Stichwort Beistandspflicht und Abschaffung der Neutralität. "Es ist schon verständlich, dass Ferrero-Waldner mit der Belastungspolitik der Regierung Schüssel nun nicht mehr in Verbindung gebracht werden will und andererseits die ÖVP gerne weit weg von der zu Fehlreaktionen neigenden Kandidatin gerückt wäre. Hier gibt es aber eine schicksalshafte Verbindung, die nicht mehr aufzulösen war", schloss Bures. (Schluss) wf

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