ÖAAB-GAJDOSIK FORDERT AUFWERTUNG DES PFLEGEBERUFS!

Wien (15.1.2004): Der Vizepräsident der Wiener Arbeiterkammer und Fraktionsobmann der Fraktion ÖAAB-Christliche Gewerkschafter Alfred Gajdosik lobte heute am Rande eines Besuchs im Geriatriezentrum Wienerwald die Arbeit des dortigen Pflegepersonals. "In dieser Einrichtung wird tolle Arbeit geleistet! Für die Fehlleistungen einiger weniger und das schlechte politischen Management der Wiener SP-Alleinregierung darf man nicht alle hier arbeitenden Menschen verantwortlichen machen," erklärte er dazu.

Der Vizepräsident erinnerte seinerseits auch nochmals an die große psychische und auch physische Belastung, der die Pflegerinnen und Pfleger in dieser Einrichtung ausgesetzt sind. "Diesen Beruf wirklich auszuüben, ist ungemein anstrengend. Die, die hier ihren Dienst versehen, werden tagtäglich mit ungemein schwierigen menschlichen Situationen konfrontiert," so der Fraktionsobmann.

Und Gajdosik weiters: "Ein weiterer belastender Faktor ist die chronische Unterbesetzung der einzelnen Abteilungen. Das ist ein zusätzliches Erschwernis!"

Er kritisierte in diesem Zusammenhang auch die niedrigen Einstiegsgehälter des Pflegepersonals. "Ein Pflegehelfer erhält gerade einmal 1.300 €, wenn er anfängt. Eine diplomierte Pflegerin muss sich mit 1.470 € begnügen. In Anbetracht der wichtigen Arbeit, die hier geleistet wird, und der Belastung, der man hier ausgesetzt ist, ist das herzlich wenig," so der Wiener AK-Vizepräsident.

Er sprach sich auch für umfassende Verbesserungen beim Pflegeberuf aus. Konkret forderte er eine Erhöhung der Einstiegsgehälter für das Pflegepersonal um 15 bis 20 Prozent. Die psychologische Betreuung des Personals sollte außerdem massiv ausgebaut werden. Die Pflegeausbildung selbst sollte wiederum reformiert werden "Wenn wir ein gutes Pflegesystem wollen, müssen wir die Pfleger pfleglich behandeln," so der Fraktionsobmann.

Und Gajdosik abschließend: "Die Pflegebetreuung ist gesellschaftspolitisch von großem Wert. Die Verantwortlichen in Politik und Gesellschaft sind deshalb dazu angehalten, diesen Grundsatz niemals zu vergessen!"

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