Heimbetreiber hält sich nicht an die Spielregeln

Was für kleine Häuslbauer gilt, muss auch für die großen Heimbetreiber Geltung haben

Klagenfurt (SP-KTN) - "Fördermittel können nicht im Nachhinein erzwungen werden", kritisiert Völkermarkts Bürgermeister, Vorsitzender des Sozialhilfeverbandes Völkermarkt und Mitglied des Sozialfonds, Valentin Blaschitz (SP). Die Vorgehensweise von Pflegeheimbetreiber Otto Scheiflinger ist daher unverantwortlich. Nachdem ihm mitgeteilt wurde, dass für den Ausbau des Pflegeheimes Welzenegg keine Fördermittel zur Verfügung stehen, hat er, entgegen den Förderbestimmungen des Landes, trotzdem mit dem Ausbau begonnen. "Jetzt im Nachhinein das Geld, rund 150.000 Euro, zu fordern ist einfach ungeheuerlich", so Blaschitz weiter.

Ohne vorherige Förderzusicherung zu bauen bedeutet, dass Land und Gemeinden keinerlei Wahlmöglichkeit zwischen den Angeboten verschiedener Betreiber mehr haben und Standorte und Heimgrößen willkürlich und planlos umgesetzt werden. Dies ist auch die einhellige Meinung des Sozialfonds als Beratungsorgan der Landesregierung.

Hier wird ein Streit um Geld auf dem Rücken der Heimbewohner ausgetragen. "Das zeigt, wie wenig ernst Scheiflinger seine Aufgabe nimmt. Es geht im scheinbar nicht um das Wohl der Pflegeheimbewohner, sondern nur um das Geld", glaubt Blaschitz.

Qualität ist das oberste Gebot im Pflegebereich. "Eine persönliche und umfassende Betreuung der Pflegeheimbewohner ist unerlässlich. Es muss aber auch auf eine ausgewogene Verteilung des Pflegeangebotes in Kärnten geachtet werden", meint Blaschitz. (Schluss)

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