AK fordert mehr Kostenwahrheit im Verkehr

Straßenverkehr zentraler Verursacher der Umweltbelastungen -strengere Lkw-Kontrollen sowie Ausbau von Schiene und Schifffahrt vorantreiben

Wien (AK) - Eine umweltfreundlichere Verkehrspolitik statt ständig leere Ankündigungen fordert AK-Verkehrsexpertin Sylvia Leodolter heute, Donnerstag, am Verkehrskongress von der Regierung ein. Der zunehmende Straßenverkehr ist mittlerweile zu einer großen Belastung für die Umwelt geworden. "Um den Verkehr auf die Schiene zu bringen, muss es endlich mehr Kostenwahrheit geben, strengere Kontrollen im Lkw-Verkehr und den Ausbau von Schiene und Schifffahrt", verlangt Leodolter.

Der Straßenverkehr - vor allem der Lkw-Verkehr - zählt zu den zentralen Verursachern der Umweltbelastungen. Obwohl sich Österreich zur Erfüllung des Kyoto-Ziels verpflichtet hat, werden in der Verkehrspolitik die Weichen immer noch in die falsche Richtung gestellt. "Schon ohne die negativen Auswirkungen durch die ÖBB-Zerschlagung wird der Lkw-Verkehr laut offiziellen Prognosen in den nächsten zehn Jahren um 50 Prozent ansteigen", warnt Leodolter. Durch das Versagen der Regierung in der Verkehrspolitik wird der Verkehr auf der Straße noch deutlich stärker ausfallen.

Daher muss die Regierung endlich dafür sorgen, dass der Güterverkehr auf die Schiene verlagert wird. Dazu muss es zu mehr Kostenwahrheit im Verkehr kommen. Außerdem muss der Lkw-Verkehr strenger kontrolliert werden, ob die sozial- und verkehrsrechtlichen Vorschriften eingehalten werden. Und die Nachteile der Schiene und Schifffahrt müssen beseitigt werden. Die Schieneninfrastruktur und die Schifffahrt sind nicht nur durch eine fehlende Finanzierung benachteiligt, sondern es bleiben auch Bauvorhaben auf der Strecke, weil es an einer verkehrsträgerübergreifenden Planung mangelt. "Nach dem Stillstand in der Verkehrspolitik muss jetzt endlich an echten Reform gearbeitet werden, wenn Österreich nicht im Verkehr und dessen Emissionen ersticken soll", verlangt Leodolter.

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