Grüne erteilen Absage an geplante Verkleinerung von Grünflächen in Ottakring

Besorgte AnrainerInnen gegen eine neue Straße.

Wien (Grüne) - "Der Informationsabend am 13.1.2004 über den neuen Flächenwidmungs- und Bebauungsplan im Bereich der Ottakringer Kornhäusl Villa und im angrenzenden Kantner Park hat bei vielen betroffenen BewohnerInnen dieses Bezirksteiles die Befürchtungen, dass Grünflächen zerstört werden, eher bestätigt denn zerstreut", so Martin Grabler, Klubobmann der Grünen Ottakring heute.

Die von den Grünen im Dezember 2003 in der Bezirkvertretung Ottakring eingebrachte Resolution zum Schutz der Erholungsgebiete des Bezirkes wurde mit den Stimmen von SPÖ, ÖVP und Grünen angenommen. Darin heißt es: "Ottakring bekennt sich zu der Notwendigkeit, die bestehenden Erholungsgebiete im Bezirk nachhaltig zu schützen und setzt sich dafür ein, dass die Anzahl und die Größe der vorhandenen Erholungsflächen im Bezirk nicht verringert wird."

Grabler befürchtet, dass durch die geplanten Umwidmungen sehr wohl bestehende Grünflächen verkleinert werden und dass neue Straßenabschnitte entstehen könnten. "Es scheint so, als wäre die Resolution zum Schutz der Erholungsgebiete des Bezirkes bereits nach wenigen Wochen vergessen".

Als wenig zielführend bezeichnet Grabler die Ankündigung, ein noch nicht näher bezeichneter Radweg wäre Auslöser für eine Umwidmung von Erholungsgebiet-Park auf Verkehrsfläche. "Hier werden Erholungssuchende und Radfahrer als Gegner dargestellt, was so nicht stimmt. Die Grünen vermissen die Ehrlichkeit, dass die jetzigen Grünflächen ganz offensichtlich für den motorisierten Verkehr gebraucht werden".

Auch die von einem Verkehrsexperten mit den spöttischen Worten "Wer Spitäler sät wird Kranke ernten" replizierte Einwand der Grünen, dass neue Verkehrsflächen zusätzlichen Verkehr anziehen, bezeichnet Grabler als "verzichtbar und wenig zielführend": "Von einem renommierten Verkehrsplaner kann mehr Sensibilität bezüglich der Auswirkungen seiner Arbeit verlangt werden."

Die Grünen bekräftigten bei dieser Informationsveranstaltung ihr Nein zu diesen geplanten Umwidmungen von Erholungsgebiet-Park auf Verkehrsfläche und werden die AnrainerInnen in ihrer unmissverständlich artikulierten Absage an eine neue Straße unterstützen.

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