Rieder/Gabmann: Erfolgsbilanz Automotiv Cluster Vienna Region

Boomende automotive Szene in Mittel- und Osteuropa bietet riesige Chance für österreichische Firmen

Wien (OTS) - "Unsere gemeinsame Initiative - der Aufbau des Automotiv Cluster Vienna Region (ACVR) - war sehr erfolgreich. Der ACVR ist der am schnellsten wachsende Auto-Cluster Österreichs und hat nach zwei Jahren bereits 100 Partnerfirmen, erste Firmengründungen in Wien sind konkrete Ergebnisse der Aktivitäten", erklärten Finanz- und Wirtschaftsstadtrat Vizebürgermeister Dr. Sepp Rieder und NÖ-Landesrat Ernest Gabmann am Donnerstag im Rahmen eines Mediengesprächs, an dem auch ACVR-Manager Dr. Michael Sikora teilnahm. Rieder und Gabmann betonten die Bedeutung der automotiven Branche für die zukünftige Entwicklung des Wirtschaftsstandortes Vienna Region: "150 Unternehmen mit 50.000 Beschäftigten erwirtschaften pro Jahr mehr als 7 Mrd. Euro Umsatz in dieser Branche. Dies entspricht ca. 40 Prozent des automotiven Gesamtumsatzes in Österreich. Unsere Strategie ist es, diese österreichischen Firmen bei ihren Aktivitäten auf dem internationalen Markt zu unterstützen, der ACVR bietet dazu zahlreiche Kontakte vor allem in die EU-Betrittsländer. Erste Gespräche mit chinesischen Firmen sind viel versprechend."****

Nach zweijährigem Bestehen kann der ACVR auf eine überaus erfolgreiche Bilanz zurückblicken: Ein Netzwerk aus rund 100 Unternehmen wurde geschaffen, zahlreiche Serviceangebote für die Mitglieder wurden entwickelt und 15 Kooperationsprojekte konnten initiiert werden. Ein ACVR-Projekt "Verkehrsinformationssystem mit Satellitennavigation" führte bereits zu einer Firmengründung (Satos.net-GmbH) in Wien.

Boomende Autobranche in Mittel- Osteuropa / 6 Millionen produzierte Fahrzeuge pro Jahr

In Österreich ist Wien / Niederösterreich / Burgenland die schnellstwachsende automotive Region. Die Erweiterung der EU und die damit verbundene Dynamik in den Beitrittsländern macht diesen neu entstehenden Wirtschaftsraum zu dem Gewinner in der automotiven Szene. In einem zentraleuropäischen Raum - im Umkreis von 350 km um Wien - formiert sich ein "europäisches Detroit" mit einer Produktionskapazität aller Fertigungsstandorte ab 2007 von mehr als 6 Millionen Fahrzeugen pro Jahr. Im Vergleich dazu: Die größte weltweite automotive Szene ist die Region Detroit mit etwa 15 Millionen produzierten Fahrzeugen pro Jahr. (Quelle: VW-Slovakia)

Die damit verbundene Chance für die Zulieferindustrie auch in Österreich ist enorm.

Partner seit einem Jahr verdoppelt

Vor allem die Partnerzahl und -struktur zeigt anschaulich den Erfolg des ACVR. Insgesamt nehmen an die 100 Partner die Services und Vernetzung des Clusters in Anspruch, darunter eine Vielzahl von namhaften Unternehmen, wie Siemens Österreich, Eybl International (Nö), Hirtenberger (Nö), T-Systems, Becom (Bgld) oder der Wiener Hafen. Im Jahr 2003 konnte die Partnerzahl verdoppelt werden. Die Stärke des ACVR liegt jedoch auch in der Struktur der Partnerunternehmen: Neben der klassischen Automobilzulieferindustrie gehören auch Elektronik- und Telematikanbieter sowie Dienstleistungsunternehmen, die im Bereich der automotiven Forschung, Entwicklung und Beratung tätig sind, zu den Partnern.

2004: Weiterer Ausbau der Serviceangebote für Mitglieder des ACVR

Die Strategie des ACVR für das Jahr 2004 ist, das schon sehr gute Netzwerk einerseits zu erweitern, in erster Linie aber zu vertiefen. Die thematischen Schwerpunkte liegen dabei in den beiden Zukunftsbranchen Intelligente Transportsysteme und Services (ITS) und Alternative Fahrzeugkonzepte (AFZ). Gerade in diesen Bereichen ist starke Innovationskraft in der Vienna Region vorhanden.

Einen wichtiger Schwerpunkt im nächsten Jahr werden weiterhin die grenzüberschreitenden Kooperationen mit den Nachbarstaaten Ungarn, Slowakei und Tschechien darstellen. Nach zunehmender Partnernachfrage wird der ACVR seine Tätigkeit auch auf den weltweit größten automotiven Wachstumsmarkt, die V.R. China, konzentrieren.

Blick über die Grenzen

Die Kontakte zu den neuen automotiven Serviceorganisationen in der Slowakei, Ungarn und Tschechien werden weiter vertieft und die grenzüberschreitende Vermarktung des ACVR über das neue mehrsprachige Portal (Englisch, Ungarisch, Slowakisch, Tschechisch) ab Ende Februar 2004 vorangetrieben. Überdies erhalten alle Partner die Möglichkeit in einem individuellen Partnerbereich exklusiv auf diverse Dokumente zuzugreifen.
Als neue Serviceleistung wird ein Key Account Management für VW-Slowakia und PSA-Trnava ausgebaut. Dieses Tool bietet eine frühestmögliche Identifikation von Zulieferpotentialen für ACVR-Partner.

Schwerpunkt China

Die V.R. China ist der weltweit am schnellsten wachsende Automobilmarkt. Ab 2004 bietet der ACVR konkrete Dienstleistungen im Rahmen seiner Informations- und Marketingservices zu diesem Wachstumsmarkt an. Ein erster Schritt ist eine Studie über das Zulieferpotential österreichischer Betriebe, die kurz vor der Fertigstellung steht.

Eine wichtige Maßnahme zur Aufbereitung des chinesischen Marktes war eine vom ACVR durchgeführte Markterkundungsmission in Shanghai und Kanton im Dezember 2003. Neben dem Aufbau von Kontakten zu chinesischen Unternehmen in der Automobil-Zulieferindustrie wurden die Exportmöglichkeiten für österreichische Klein- und Mittelbetriebe eruiert. Interessant für heimische Unternehmen wird zukünftig vor allem die Kooperation im hochtechnologischen Bereich und Exporte bei qualitativ hochwertigen Komponenten sein.

Auf Wunsch bietet der ACVR firmenspezifische Workshops und Researchdienste (Marktpotential, Markteintrittsstrategien) über China an.

Public-Private-Partnership-Modell

Nach der zweijährigen Aufbauphase, die durch die Länder Wien und Niederösterreich zu 100% finanziert wurde, wird der ACVR wie geplant 2004 in ein Public-Private-Partnership-Modell (PPP-Modell, Teilträgerschaft) übergeführt. Das bedeutet, dass der ACVR mit Beginn 2004 nicht mehr alleine von den Ländern Wien und Niederösterreich, sondern auch von der automotiven Industrie getragen und somit kostenpflichtig wird. Abhängig von der Unternehmensgröße beträgt der Jahresbeitrag 500 Euro bzw. 1000 Euro.

Laufende Kooperationen über die österreichischen Grenzen hinweg

In den letzten zwei Jahren konnte der ACVR insgesamt 15 Kooperationsprojekte um die Schwerpunktthemen (Intelligente Transportsysteme und Services, Zukunftsweisende Fahrzeugdesignkonzepte und grenzüberschreitende Kooperationen) erfolgreich realisieren. Des Weiteren konnte der ACVR fünf ansiedlungsinteressierte Unternehmen an die beiden Trägergesellschaften Eco Plus und WWFF weiterempfehlen. Ein starker Schwerpunkt bei den Kooperationen ist die Vernetzung mit Partnern aus den osteuropäischen Nachbarländern. Die enge Zusammenarbeit zwischen dem ungarischen Autocluster PANAC, dem slowakischen Business Innovation Center (BIC) und dem ACVR zeigen, dass die "Grenzen in den Köpfen" bei den Partnern überwunden wurden. Durch grenzüberschreitende Kooperationen, vor allem mit den neuen Mitgliedsländern der EU - Slowakei, Tschechien und Ungarn -, öffnen sich für die Partner des ACVR völlig neue Perspektiven.

Ausgewählte ACVR-Projekte

o Ansiedlungsstrategie Wirtschaftspark Marchegg

Gemeinsam mit der Via Donau und der WU wird das Potential des Wirtschaftspark Marchegg im Zusammenhang mit einer Zulieferstrategie von Volkswagen Slovakia erarbeitet.

o Vienna Region Map

Das Institut für Kartographie und Geomedientechnik / TU Wien entwickelt eine Vienna Region Map, eine neue Landkarte mit dem Ausschnitt Wien, Niederösterreich, Burgenland und den anliegenden Grenzregionen in Ungarn, der Slowakei und Tschechien mit den Standorten automotiver Unternehmen. Ziel ist die Abschätzung des Kundenpotentials in der Vienna Region.

o Vienna Region+ Catalog

Mit dem Vienna Region+ Catalog wird der ACVR eine detaillierte Auflistung der Unternehmen der Vienna Region und der Bratislava Region bieten. Der Katalog erhält für jedes Unternehmen eine Beschreibung der Firmenprofile und der Kernkompetenzen und soll die Partner bei der Akquisition unterstützen.

o Satos.net

So führte zum Beispiel ein Pilotprojekt im Telematikbereich zur Entwicklung des Road Buzzer, dem weltweit modernsten Verkehrsinformationssystem mit Satellitennavigation, und der Gründung der Vertriebs- und Dienstanbieterfirma Satos.net.

o Automobilspezifische Regelwerke

Gegenwärtig erhalten niederösterreichische Unternehmen im Rahmen eines von der Eco Plus geförderten Kooperationsprojekts in Trainings das Basiswissen zum Thema "automobilspezifische Regelwerke", das mit professioneller Begleitung direkt in den Betrieben umgesetzt wird.

o Kooperation mit ungarischen Partnern

In einem grenzüberschreitenden Projekt bietet der ACVR gemeinsam mit dem ungarischen Automobilcluster PANAC ein interkulturelles Training an, das neben der Sprache auch die rechtlichen und wirtschaftlichen, aber auch kulturellen Eigenheiten des jeweiligen Nachbarn, näher bringt. Das AC3-Training sichert den Unternehmen Vorsprung bei Verhandlungen, vereinfacht aber auch die laufende Zusammenarbeit mit ungarischen Partnern. Die "zweite Runde" des zweitägigen Seminars mit Simultanübersetzung in Deutsch/Ungarisch findet am 23.-24.2.2004 auf Schloss Krumbach statt.

ACVR-Mitgliedschaft - Vorteile für Unternehmen

Der ACVR versteht sich in erster Linie als automotiver Dienstleister und übernimmt die Brückenfunktion zwischen den einzelnen Unternehmen, den politischen Entscheidungsträgern sowie den Förderinstitutionen. "Unter der Devise 'Erfolg durch Partnerschaft' unterstützt der ACVR mit seinen Informations-, Marketing- und Kooperationsservices seine Partner bei Innovationsmanagement, Qualifizierung und Qualitätsmanagement, Internationalisierung sowie bei Betriebsansiedlungen", erklärt Cluster-Manager Dr. Michael Sikora.

Die ACVR-Services auf einen Blick

Information

o Ein zweimonatlicher Newsletter "ACVR-Info", der per e-mail an über 400 Empfänger versendet wird und über Veranstaltungen, Projekt Success Stories und Partnervorstellungen berichtet. o Von zentraler Bedeutung sind das Projekt- sowie das Partnerportal auf http://www.acvr.at/ : Hier können Unternehmen Projekte annoncieren bzw. gezielt nach potentiellen Partnern suchen. o ACVR-Veranstaltungen: Vortragende aus Politik, Forschung, Lehre und Wirtschaft sorgen für spannende Referate und Diskussionen.

Marketing

Der ACVR bietet seinen Partnern eine Reihe von Möglichkeiten, ihre Produkte und Dienstleistungen an die Öffentlichkeit zu bringen

o gemeinsame Advertorials und Öffentlichkeitsarbeit, o Infostände bei Fachveranstaltungen, o Platzierung von Logos.

Kooperation

o Contac-Brockerage: Der ACVR unterstützt seine Partner bei der Organisation und Vorbereitung von Terminen mit Gesprächspartnern o In Arbeitskreisen wird der Innovationsbedarf von einem oder mehreren Unternehmen vorgestellt und mit ausgewählten ACVR Partnern beraten. o Förderberatung: Der ACVR unterstützt Partnerunternehmen bei der Einreichung von Projekten bei regionalen und nationalen Förderprogrammen. o Markt- und Technologie-Recherche o Innovations- und Projektmanagement

ACVR: Mehr Sicherheit und Komfort auf den Straßen, weniger Staus und "intelligente" Autos

Die Stadt Wien und das Land Niederösterreich haben die Standortsicherung durch die Positionierung der Vienna Region als Technologiestandort als ein vorrangiges politisches Ziel definiert. Ein wichtiger Schritt zur Erreichung dieses Ziels war die Gründung des Automotive Cluster Vienna Region (ACVR) im November 2001. Als technologieübergreifender Automobilcluster identifiziert und fördert der ACVR zukunftsweisende Schlüsseltechnologien mit hohem Wachstumspotential in der Region. Der Schwerpunkt liegt in den Bereichen Verkehrstelematik, Transportlogistik, Mikro- und Nanotechnologie sowie alter-native Fahrzeugkonzepte. Im Mittelpunkt der Netzwerkaktivitäten stehen die Erhöhung der Wertschöpfung, des F&E-Anteils und die Erhöhung des Innovationsgrads der Partner. Die Vernetzung der regionalen Kompetenzen in den automotiven Stärkefeldern der Vienna Region dokumentiert die proaktive Technologiepolitik der beiden Bundesländer Wien und Niederösterreich.

Der ACVR fungiert überdies als strategischer Beratungspartner der Muttergesellschaften Eco Plus und dem Wiener Wirtschaftsförderungsfonds - WWFF im Bereich Technologiepolitik. Zeitgemäßes Branchen-Knowhow ist Voraussetzung für eine nachhaltige Betriebsansiedlung in der Vienna Region. Neben dem Hauptziel der Erhöhung des Innovationsgrads und der Wertschöpfung unterstützt der ACVR die Gründung bzw. Ansiedlung technologieorientierter Unternehmen in der Vienna Region. (Schluss) mmr

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