ÖAMTC: Warum man mit Gurt sieben Mal sicherer fährt

Nicht angegurtet sein wirkt sich dramatisch auf die Verletzungsschwere aus

Wien (ÖAMTC-Presse) - "Die Gefahr, bei einem Unfall zu sterben ist für einen ungesicherten Lenker sieben Mal höher als für einen angegurteten", weiß Roman Michalek vom ÖAMTC. Unverständlich ist für den Verkehrssicherheitsexperten des Clubs daher, warum auf die wichtigste Sicherheitseinrichtung im Auto so oft verzichtet wird - ob aus Bequemlichkeit oder weil man "eh nur kurz unterwegs ist".

"Die Unfalldaten der Statistik Austria der vergangenen Jahre stimmen recht gut überein und machen einmal mehr die Risiken des ungesicherten Unterwegsseins bewusst", sagt Michalek. Der Gurt ist Lebensretter Nummer Eins: Laut Statistik wird nur ein Prozent der angegurteten Unfalllenker getötet, allerdings sterben sieben Prozent der ungesicherten Lenker an den Folgen eines Verkehrsunfalls.

Das Nichtanlegen des Sicherheitsgurtes wirkt sich dramatisch auf die Verletzungsschwere aus: Nur acht Prozent der angegurteten Unfalllenker, aber 20 Prozent der ungesicherten Unfalllenker werden schwer verletzt. 80 Prozent aller angegurteten Unfalllenker erleiden nur leichte Verletzungen.

Für ÖAMTC-Experten Michalek muss vor allem mit zwei gängigen Irrtümern endgültig aufgeräumt werden:

* Viele glauben, dass ein angelegter Gurt bei einem Unfall zu tödlichen Verletzungen führen kann. Das ist ein gravierendes Missverständnis, wie die Unfallzahlen zeigen.

* Andere wiederum denken, auf den Gurt verzichten zu können, weil im Auto ein Airbag vorhanden ist. Aber nur in Kombination mit dem Gurt entfaltet der Airbag im Falle des Falles seine volle Wirkung.

Der ÖAMTC hat sich im Herbst 2003 selbst davon überzeugt, wie es um die Anschnallmoral der Autoinsassen bestellt ist und in Wien eine repräsentative Gurt-Erhebung unter 5.000 Personen durchgeführt. Die Ergebnisse waren bestürzend: Knapp 40 Prozent der Autolenker saßen unangeschnallt hinter dem Lenkrad. Festgestellt wurde auch, dass beinahe die Hälfte aller Beifahrer ungesichert unterwegs sind. Im Fond verzichten sogar 80 Prozent auf den Gurt. Besonders besorgniserregend: 40 Prozent der Kinder werden von ihren Eltern im Auto ungesichert mitgenommen.

Der Appell kann nicht oft genug wiederholt werden: "Das Verwenden von Sicherheitsgurt und Kindersitz bedeutet einen enormen Sicherheitsgewinn für alle Fahrzeugpassagiere", sagt ÖAMTC-Experte Michalek.

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ÖAMTC-Pressestelle/Elvira Oberweger

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