ARBÖ: Die Tage der safrangelben Vignette sind gezählt

Ab 1. Februar "funkelt's" rubinrot von Windschutzscheiben und Motorrädern

Wien (OTS) - Die Tage der safangelben Vignette sind gezählt. Noch bis 31. Jänner 2004 gilt das Mautpickerl 2003. Ab 1. Februar muss es rubinrot von den Windschutzscheiben "funkeln", sonst drohen saftige Strafen, informiert der ARBÖ. Weil erstmals die neuen Mautaufsichtsorgane der ASFINAG auch die Pkw-Maut checken, ist heuer mit verstärkten Kontrollen zu rechnen.

Was bei "Kauf", "Kleben" und "Kontrolle" zu beachten ist, hat der ARBÖ zusammengestellt:

Kauf:

* Vignette in allen Sonderformen ist u.a. bei allen 94 ARBÖ-Prüfzentren erhältlich

* Preise unverändert: Pkw-Jahresvignette EUR 72,60, für Motorräder EUR 29,-

* ARBÖ-Tipp: Vignettenabschnitt (Allonge) unbedingt aufheben. Nur damit kann eine Gratis-Ersatzvignette beschafft werden, sollte die Windschutzscheibe etwa durch Unfall, Steinschlag oder sonstige Umstände zu Bruch gehen. Der ARBÖ ist seinen Mitgliedern behilflich.

Kleben:

* Auf der Windschutzscheibe dürfen gleichzeitig nur maximal zwei österreichische Vignetten kleben. Ausländische Vignetten dürfen aber dazukommen.

* Alte Vignette nicht von kalter oder gefrorener Windschutzscheibe ablösen, sondern die Scheibe vorher erwärmen (Autoheizung). Ideal dafür: der ARBÖ-Pickerlschaber.

* Am Auto muss die Vignette gut sichtbar auf der Windschutzscheibe oder auf einer linken vorderen, nicht versenkbaren Seitenscheibe aufgeklebt sein. Nicht hinter Tönungsstreifen kleben, da sie von außen kontrollierbar sein muss.

* Am Motorrad darf die Vignette nur auf Teilen angebracht werden, die nicht leicht austauschbar sind.

* Die optimale Klebe-Temperatur liegt bei zirka plus fünf Grad Celsius. Ist es kälter, sollte in der Garage geklebt oder vor dem Aufkleben die Scheibe mittels Autoheizung aufgewärmt werden.

* Beim Aufkleben muss die Windschutzscheibe trocken, sauber und vor allem fettfrei sein.

Kontrolle:

* Wer ohne Vignette erwischt wird, für den beträgt die "Erinnerungsgebühr für Vergessliche" 120,- Euro. Diese Ersatzmaut gilt aber nur bis Mitternacht des folgenden Tages. Spätestens dann muss man sich eine neue Vignette kaufen! Wer danach noch immer ohne gültiges Mautpickerl erwischt wird, dem drohen Strafen bis zu EUR 4.000,-.

* Achtung: Die 100 neuen Mautaufsichtsorgane der ASFINAG kontrollieren nicht nur die neue Maut für Lkw, sondern auch die Vignetten der Pkw, erinnert der ARBÖ. Dies konnten bisher nur Polizei und Gendarmerie.

* Sie sind von Gesetz her befugt, auch Pkw aus dem Verkehr zu winken. Praktisch werden sie sich jedoch darauf beschränkten, Pkw bei Autobahnraststätten oder -parkplätzen zu kontrollieren.

Was tun, wenn die Ersatzmaut zu Unrecht kassiert wurde

Falls es vorkommen sollte, dass trotz safrangelber Jahrsmautvignette die Ersatzmaut eingefordert und bezahlt wurde, haben Autofahrer die Chance, sich das Geld wieder zurückzuholen. Dr. Barbara Auracher-Jäger, Leiterin des ARBÖ-Rechtsreferates: "Die Ersatzmaut kann zurückgefordert werden, falls sie tatsächlich zu Unrecht verrechnet wurde." Im Fall des Falles kann eine Kopie des Zahlungsbeleges und eine Kopie der Vignettenalonge bei der ÖSAG (Österreichischen Autobahnen- und Schnellstraßen-Ges.m.b.H.), einem Unternehmen der ASFINAG, eingereicht werden. Beweisen die Unterlagen, dass die Ersatzmaut fälschlich eingehoben wurde, wird der bezahlte Betrag unbürokratisch rückerstattet (ÖSAG, Alpenstraße 94, 5033 Salzburg, Hotline: 0800-204016).

Achtung: Vignettenpflicht gilt auch für Autobahnraststätten

Der Verwaltungsgerichtshof hat bereits im April 2002 entschieden, dass auch Betriebe im Zuge von Autobahnen, wie Raststätten, Tankstellen etc. auf Autobahnraststätten, auch wenn zu ihnen über Bundesstraßen zugefahren werden kann, Bestandteil der Autobahn sind und daher Vignettenpflicht besteht. Der ARBÖ kritisiert vor allem, dass dadurch nicht nur die Kraftfahrer, sondern auch die Mitarbeiter all jener Tankstellen, Raststätten und Betriebe, die bisher ohne Vignette ihre Arbeitsstätte erreichen konnten, kräftig zur Kasse gebeten werden.

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