Der fliegende Holländer im ORF

Wagners "Der fliegende Holländer" an der Staatsoper: Beeindruckende Doku plus Opernübertragung in ORF 2

Wien (OTS) - "Der fliegende Holländer" in ORF 2: Eine unkonventionelle Produktionsdokumentation zur Neuinszenierung der Wagner-Oper an der Staatsoper und die Übertragung dieser Neuauflage -der "fliegende Holländer" landet in den kommenden Tagen zwei Mal im ORF: Am Samstag, dem 24. Jänner 2004, sendet ORF 2 die Aufführung der Wagner-Oper aus der Wiener Staatsoper - um 22.15 Uhr in ORF 2. Musikdirektor Seiji Ozawa dirigiert die Inszenierung von Christine Mielitz. Es singen Nina Stemme, Franz Grundheber, Walter Fink und Torsten Kerl. Für die Bildregie zeichnet Anton Reitzenstein verantwortlich. Bereits am Sonntag, dem 18. Jänner, gewährt ORF 2 um 9.30 Uhr in "Der fliegende Holländer - Feuer und Eis" einen spannenden Blick hinter die Kulissen dieser Staatsopernproduktion -gepaart mit faszinierenden Bildern über einen würdigen Nachfolger des geheimnisvollen Wagner-Seefahrers: den Niederländer Henk de Velde. Die Produktionsdokumentation von Werner Boote, eine ORF-Produktion, hergestellt von "Neue Sentimental Film", bereitet Oper fernsehgerecht auf und bietet einen zeitgemäßen Zugang zum historischen Stoff - der Regisseur geht der heutigen Relevanz des Phänomens "Der fliegende Holländer" auf den Grund. Nicht ohne große Strapazen auf sich zu nehmen, denn Boote und sein Team heftete sich an die Fersen des fünffachen Weltumseglers de Velde - bei 200 km/h Windgeschwindigkeit und minus 42 Grad Celsius.

Beinahe eingefrorene Beine

Die Dreharbeiten in der Arktis stellten eine große Herausforderung dar. Die eigens für die Kälte vorbereiteten Kameras waren kaum noch flexibel, jeder Kamerapositionswechsel erforderte höchste Anspannung, und Kameramann Thomas Kirschner, der für atemberaubende Einstellungen ("Universum - Schönbrunn", "Kurt Rydl - Der Gladiator") oft eigenwillige Kamerapositionen einnimmt, hätte um ein Haar Erfrierungen an einem Bein erlitten.

Selbst gewähltes Extremdasein

Der "moderne" fliegende Holländer Henk de Velde ist ein Abenteurer unserer Zeit. Und wie sein historischer Ahne ist just auch de Velde im Nordmeer festgefroren, als er am Nordpol vorbei in die Barentssee fahren wollte. Ob es mehrere Berührungspunkte gibt? "Ich habe einmal ein schönes Buch über den fliegenden Holländer gelesen. Ein modernes Buch, wo erzählt wird, dass der fliegende Holländer am Ende mit bloßen Füßen über das Eis geht. Das sind Dinge, die sind mir schon sehr nahe", so de Velde. Aber er könne sich über sein selbst gewähltes Leben nicht beschweren - im Gegenteil: "Ich habe immer den schwierigen Weg gewählt. Das ist meine Art! Einfrieren lassen, festfrieren lassen. Mit allem, was passiert. Im Eis, mitten in der Bucht. Tu ich das nicht, habe ich einen Winter, wo nichts passiert:
Eine grauenhafte Vorstellung." Diesen und vielen weiteren Parallelen in den Leben des "alten" und "neuen" fliegenden Holländers widmet sich Werner Bootes beeindruckende Doku.

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