Safaripark Gänserndorf muss Insolvenz beantragen

Eco Plus kann Sanierungskonzept der Safaripark-Geschäftsführung nicht zustimmen

St. Pölten (NLK) - Nach einem Gespräch zwischen Landeshauptmannstellvertreterin Heidemaria Onodi, Vertretern der Niederösterreichischen Regionalen Entwicklungsgesellschaft Eco Plus und der Geschäftsführung des Safariparks Gänserndorf heute im NÖ Landhaus steht nun fest, dass eine Rettung des Parks durch die finanzielle Unterstützung der Eco Plus nicht möglich ist.

"Wir haben das Sanierungskonzept der Geschäftsführung des Safariparks vorige Woche bekommen und dieses so schnell wie möglich geprüft. Das Konzept ist aber nicht so, dass man davon ausgehen kann, dass der Park gut weiter geführt werden kann. Auf politischer Ebene wird es jetzt noch einige Gespräche geben, so dass Lösungen für die Region und die Arbeitnehmer des Safariparks gefunden werden", sagte Onodi im Anschluss an das Gespräch. Auch mit der Zukunft der Tiere werde man sich auseinander setzen.

Man habe das Konzept durch Experten überprüfen lassen und sei zu dem Schluss gekommen, dass hier kein Landesgeld investiert werden könne. Man werde sich erneut zusammensetzen müssen, meinte Eco Plus-Geschäftsführer Helmut Miernicki. Ob es bei den rund 60 Mitarbeitern des Safariparks Kündigungen geben werde, sei Sache des Masseverwalters.

Der Geschäftsführer des Safariparks, Georg Scheifinger, zeigte sich enttäuscht über den Ausgang des Gesprächs: "Unsere Projekte der letzten Jahre haben internationale Anerkennung gefunden und man hat auch international vom Know-how aus unseren Projekten profitiert. Seit letzten Juni ist der Safaripark auch ein Zoo. Da unser Konzept abgelehnt wurde, bleibt uns nur der Weg in die Insolvenz." Eine Rettung der Tiere sei auch bei einem Konkurs notwendig, eine Verteilung der Tiere auf ganz Europa nicht durchführbar.

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