Der Ökoenergie auch weiterhin eine Chance geben

Plank: Derzeitige Ökostrom-Notlösung kann nicht akzeptiert werden

St. Pölten (NLK) - Die Zukunft von Biomasse, Biogas und Windkraft ist nach Aussage von Landesrat Dipl.Ing. Josef Plank derzeit massiv gefährdet. Um neue Ökostromanlagen finanzieren zu können, wäre es auf Grund der großen Anzahl neuer Projekte notwendig gewesen, ab 1. Jänner 2004 den sogenannten Ökostromzuschlag zu erhöhen. Dazu ist es nicht gekommen, weil sich Kärntens Landeshauptmann dagegen ausgesprochen hat. Diese Weigerung Kärntens führte zur derzeitigen Notlösung, die 2003 bestehende Verordnung für 2004 fortzuschreiben. Das bedeutet, dass für 2004 139 Millionen Euro zur Verfügung stehen -notwendig wären jedoch 182 Millionen Euro, um die neuen Anlagen zu finanzieren. "Dieser Zustand kann nicht akzeptiert werden. Ich fordere daher umgehend neue Verhandlungen auf Basis der aktuellen Zahlen für 2004, um der Ökoenergie auch weiterhin eine Chance zu geben", erklärt Plank.

In Niederösterreich ist somit die Finanzierung für mindestens 3 weitere Biomasseverstromungsanlagen, 10 Biogasanlagen sowie 3 Windparks nicht gesichert. Damit sind bereits getätigte Investitionen in der Höhe von fast 55 Millionen Euro in ihrer Wirtschaftlichkeit massiv gefährdet.

"Wir haben in Niederösterreich den Weg der erneuerbaren Energie eingeschlagen und in den letzten Jahren sehr viel in deren Ausbau investiert. Auch in den nächsten Jahren liegt für Niederösterreich im Interesse des Klima- und Umweltschutzes ein besonderer Schwerpunkt im Bereich Ökoenergie. Im Sinne der Glaubwürdigkeit aller Verantwortlichen ist es auch weiterhin wichtig, die entsprechenden Sicherheiten zu bieten. Noch dazu, wo im Ökostromgesetz die Verpflichtung zur Abnahme der Ökoenergie festgeschrieben ist", meint Plank.

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