Schnarchen mit Atemstillstand: Neue Operation durchgeführt

Neue OP-Methode wurde erstmals in Mitteleuropa durchgeführt

Wien (OTS) - Gleich an zwei Patienten wurde am Mittwoch im Wilhelminenspital des Wiener Krankenanstaltenverbundes (KAV) erstmalig in Mitteleuropa eine neue Operationsmethode gegen das so genannte obstruktive Schlafapnoesyndrom (Schnarchen mit Atemstillstand) durchgeführt.

Gefährliche Folgen für "Schnarcher" durch OP verhindern

Bei der neuartigen Operationsmethode handelt es sich medizinisch betrachtet um einen relativ kleinen Eingriff, der jedoch für die Betroffenen nicht nur eine erhebliche Verbesserung der Lebens- und Schlafqualität sondern auch der Lebenserwartung bedeutet. "Durch das nächtliche Schnarchen kommt es mehrere Male zum Atemstillstand, was einerseits zu einem Sauerstoffmangel und andererseits zur Ausschüttung von Stresshormonen führt", erklärt Prim. Dr. Michael Arnoldner, der die Operationen heute im Wilhelminenspital durchführte. Folgen des Schnarchens seien extreme Müdigkeit aufgrund der beeinträchtigen Erholung während des Schlafes, aber auch Folgeerkrankungen wie Bluthochdruck, Schlaganfälle oder Herzinfarkte konnten beobachtet werden. Während bisherige Standardoperationen oftmals nur geringe Erfolge bei den Betroffenen gezeigt haben, liegen für die in Mitteleuropa neuartige OP-Methode in den Vereinigten Staaten in der Zwischenzeit außerordentlich gute Ergebnisse vor.****

Patienten nach einstündiger Operation wohlauf

Das obstruktive Schlafapnoesyndrom entsteht durch ein Zusammenfallen der Weichteile des Rachens während des Schlafes. Bei der aus den USA stammenden OP-Methode wird ein Faden durch die Zunge gezogen und ein zweiter um das Zungenbein. Beide Fäden werden mit einer kleinen Titanschraube am Unterkiefer befestigt. Faden und Schraube werden im Wachzustand vom Patienten nicht bemerkt, verhindern jedoch im Schlaf das Zusammenfallen der Weichteile. Die heutigen Eingriffe dauerten jeweils etwa eine Stunde. In wenigen Tagen werden die beiden Patienten schmerzfrei sein. Der Behandlungserfolg lässt sich in einigen Wochen ersehen, der behandelnde Arzt zeigt sich jedoch zuversichtlich. "Beide Operationen sind gut verlaufen", so Arnoldner.

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(Schluss) bw

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