Kukacka: Falsche Vergleiche und voreilige Schlussfolgerungen des VCÖ zur Verkehrssicherheit

Unfallbilanz 2003 weist die niedrigste Zahl bei Verkehrstoten seit 1951 aus

Wien 14. Jänner 2004 (OTS) Als „voreilige und fachlich nicht vollziehbare Schlussfolgerung“ bezeichnete heute, Mittwoch, Verkehrsstaatssekretär Mag. Helmut Kukacka die Aussagen des VCÖ, dass laut Studien das Unfallrisiko in Österreich deutlich höher sei als in den benachbarten Beitrittsländern. Es sei fachlich „unzulässig“, die Einwohnerzahlen der jeweiligen Länder mit den Verkehrsunfällen zu vergleichen, einer seriösen Vergleichsstudie müsste vor allem der Grad der Motorisierung als Basis ihrer Berechnungen zu Grunde liegen. Andere Vergleiche seien verfälschend nur wenig aussagekräftig, betonte Kukacka. ****

Der Grad der Motorisierung habe im letzten Jahrzehnt auch in den Beitrittsländern stark zugenommen, dennoch würde der reine Vergleich von Einwohnerzahlen und Verkehrsunfällen das Bild verzerren und Österreich in ein falsches Licht rücken. In Österreich seien mit 31.12.2003, 5.419.073 KFZ zugelassen (bei 8 Millionen
Einwohner), im Beitrittsland Ungarn waren 2002 laut EU-Statistik rund 2.480.000 PkW und 380.000 LkW (10,2 Millionen Einwohner) in Tschechien rund 3.530.000 PkW und 321.000 LkW (10,3 Millionen Einwohner) zugelassen. Dieser Vergleich zeige, dass der Grad der Motorisierung im Vergleich zur Bevölkerungszahl in den erwähnten Erweiterungsländern deutlich geringer als in Österreich sei. Ein vergleichende Unfallbilanz müsste daher viel differenzierter ausfallen, als der VCÖ dies tut, so Kukacka.

Der Staatssekretär wies mit Nachdruck darauf hin, dass die Unfallbilanz 2003 die niedrigste Zahl bei Verkehrstoten seit 1951 in Österreich- auch in absoluten Zahlen - ausweise. Falsche Vergleiche seien daher in keiner Weise geeignet zu Problemlösungen beizutragen. Österreich sei auf dem richtigen Weg, mit punktgenauen Kontrollen, intensiver Verkehrsaufklärung, neuen geplanten gesetzlichen Maßnahmen und entsprechender Vorbeugung die Verkehrssicherheit deutlich zu erhöhen. Es steht aber selbstverständlich völlig außer Frage, dass jeder Verletzte oder Tote im Straßenverkehr um einen zu viel sei, deshalb sei auch der Kampf gegen den Tod im Straßenverkehr einer der Schwerpunkte der Verkehrspolitik der Bundesregierung, schloss Kukacka.

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