S 7 Fürstenfelder Schnellstrasse

Trassenfindung in vollem Gange - Lösung bis Ende 2004

Wien (OTS) - Mit Hochdruck treibt die ÖSAG im Auftrag der ASFINAG gemeinsam mit den Straßenbauverantwortlichen der Bundesländer Steiermark und Burgenland die Planungen für den Bau der S 7 Fürstenfelder Schnellstraße voran.

Diese im Generalverkehrsplan Österreich (GVPÖ) als Straßenprojekt mit höchster Priorität verankerte Netzerweiterung stellt einen wesentlichen Beitrag zur Erschließung des ostösterreichischen Raumes dar und soll durch die Anbindung an die M 8 auf ungarischem Staatsgebiet einen wichtigen Ost-West-Korridor erschließen.

Bundesminister Hubert Gorbach: "Nach einer langjährigen Politik des 'Eisernen Vorhangs' greift nun die Politik der Verbindung. Gerade im Hinblick auf die Osterweiterung der Europäischen Union werden durch den Bau der Fürstenfelder Schnellstraße besonders günstige Entwicklungschancen und wirtschaftliche Vernetzungen hinsichtlich eines gesamteuropäischen Erweiterungsgedankens geboten."

Für die an der B 65/319 Fürstenfelder Straße liegenden Gemeinden bringt die S 7 künftig eine wesentliche Verkehrsentlastung durchschnittlicher Tagesverkehr am Querschnitt Fürstenfeld derzeit:
ca. 15.000 Kfz).

Landeshauptmann Waltraud Klasnic: "Wir haben die Beziehungen zu unseren neuen Nachbarn auf wirtschaftlicher, kultureller und sozialer Basis bereits gefestigt und das muss sich nun auch in der infrastrukturellen Anbindung der Steiermark an die europäischen Wirtschaftsräume manifestieren, daher stellt die Fürstenfelder Schnellstrasse eine wichtige Verkehrsanbindung für die Zukunft dar."

Die Region wiederum erfährt durch die verbesserte Anbindung einen wirtschaftlichen Impuls.

Landeshauptmann Hans Niessl: "Gerade im Hinblick auf die EU-Erweiterung muss die Standortqualität weiter verbessert und den neuen Gegebenheiten angepasst werden. Verkehrswege sind die Lebensadern der Wirtschaft, Betriebe siedeln sich nur dort an, wo es eine leistungsfähige Verkehrsanbindung gibt. Von der Qualität der Verkehrsinfrastruktur hängt es auch ab, ob wir die Verkehrszuwächse der kommenden Jahre bewältigen können. Das ist auch eine zentrale Frage für die Lebensqualität in den Gemeinden - die Anrainer müssen vor den massiven Zuwächsen im Verkehrsaufkommen geschützt werden. Außerdem brauchen wir attraktivere Verkehrsverbindungen für unsere Pendler."

Die Gesamtkosten für den Bau der S 7 im Abschnitt A 2 Süd Autobahn (geplanter Knoten Riegersdorf/Stmk.) - Grenzübergang Heiligenkreuz (Bgld.) sind aus derzeitiger Sicht mit netto rund 220 Millionen Euro veranschlagt. Die Finanzierung erfolgt aus den Erlösen aus Maut, Vignette und aus den Einnahmen des Lkw Road Pricing.

Das Projekt S7 Fürstenfelder Schnellstraße

Die S 7 ist im Bundesstraßengesetz als Schnellstraße im hochrangigen Straßennetz definiert. Die Planungen für lokale Ortsumfahrungen gehen jedoch zurück bis in die 1990er Jahre.

1992 - 1999 Planung lokaler Ortsumfahrungen in den Abschnitten Großwilfersdorf (UVE), Altenmarkt (realisiert) und Dobersdorf - Heiligenkreuz. 1999 Korridorstudie einer durchgehenden Verbindung A2 - Heiligenkreuz. Empfehlung: zum Teil vierstreifiger Ausbau notwendig. April 2002 B319 (B65) wird durch Aufnahme in den Anhang des BStG. zur S7 Fürstenfelder Schnellstraße, Übertragung der Zuständigkeit für Planung und Errichtung der Verbindung an die ASFINAG / ÖSAG.

Mit dem Start der Planungen für das technische Vorprojekt im Dezember 2002 ist nunmehr die ÖSAG im Auftrag der ASFINAG für die Trassenfindung, die Durchführung des UVP-Verfahrens bis hin zur Verkehrsfreigabe der S 7 verantwortlich.

Die knapp 29 km lange S 7 verbindet künftig die A 2 Süd Autobahn mit dem Grenzübergang Heiligenkreuz. Im Rahmen der Trassenfindung sind für diesen Korridor verschiedene Lösungen aufzuzeigen, die Vor-und Nachteile dieser Lösungen darzustellen, die Varianten zu beurteilen und dann eine Variante davon auszuwählen.

Im Rahmen eines "Offenen Planungsprozesses" wurden entlang der geplanten S 7 drei Arbeitsgruppen eingerichtet:

  • Arbeitsgruppe West (Großwilfersdorf, Altenmarkt, Hainersdorf)
  • Arbeitsgruppe Mitte (Fürstenfeld, Rudersdorf, Deutsch-Kaltenbrunn)
  • Arbeitsgruppe Ost (Dobersdorf, Eltendorf, Königsdorf, Heiligenkreuz)

Über diese Arbeitsgruppen wird deren Mitgliedern die Möglichkeit geboten, aktiv an der Planung mitzuwirken (z.B. gemeinsame Erarbeitung, Diskussion und Bewertung von Trassenvarianten im Rahmen des Vorprojektes).

Der weitere, verfahrenstechnisch mögliche Fahrplan sieht wie folgt vor:

Abschluss des Vorprojektes Ende 2004 Abschluss Einreichprojekt und UVP Ende 2005 Verordnung nach §4 BStG Anfang 2006 Realisierung Ende 2006 - Ende 2009 Verkehrsfreigabe Ende 2009

Rückfragen & Kontakt:

Mag. Anita Oberholzer, ASFINAG-Pressesprecherin
Mobil: 0664 1022363
Dipl.-Ing. Alexander Walcher, Leiter ÖSAG-Geschäftsfeld
Planung/Projektleiter S 7,
Tel.: 01 53134 14448

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