LH Haider: Jugendbeschäftigungsoffensive bleibt Schwerpunkt

AMS und LH Haider präsentierten TEP 2004 - Aktion "plus 1" und "freiwilliges 10. Schuljahr" angeboten

Klagenfurt (LPD) - "Kärnten soll hinsichtlich seiner Arbeitsmarktdaten und speziell hinsichtlich der Jugendbeschäftigung weiterhin zu den erfolgreichsten Bundesländern gehören", betonte heute Landeshauptmann Jörg Haider. Das erwarte er sich von den Maßnahmen, die im sogenannten Territorialen Beschäftigungspakt (TEP) 2004 fixiert und in der nächsten Regierungssitzung noch formell beschlossen werden.

Die einzelnen Maßnahmen für Beschäftigung und gegen Arbeitslosigkeit stellte Landeshauptmann Jörg Haider gemeinsam mit der Spitze des Kärntner Arbeitsmarktservice, Josef Sibitz und Franz Zewell, sowie mit Anna Moser von der Abteilung Bildung- und Arbeitsmarktpolitik des Landes im Rahmen einer Pressekonferenz unter dem Motto "Lehrlingsoffensive" vor. Insgesamt werden über den TEP durch Mittel von AMS und Land 27,2 Mio. Euro für 5000 Teilnehmerplätze zur Verfügung gestellt. Speziell für Jugendliche werden insgesamt über 15 Mio. Euro aufgewendet, im Vorjahr waren es 11 Mio. Euro.

Eingliederungsbeihilfen, gemeinnützige Beschäftigungsprojekte, Stiftungen, JASG-Lehrgänge und diverse Kurse werden damit gefördert. Speziell auch Ausbildungen zum Pflegehelfer und für Kleinkinderbetreuung werden unterstützt. Auch eine besondere Qualifizierung für den Tourismus- bzw. Wellnessbereich soll ebenfalls neu zum Tragen kommen. Die von der Rogner-Gruppe vorgeschlagene Ausbildung zum Spa-Lehrling soll mit einer eineinhalbjährigen Probephase dem steigenden Fachkräftebedarf in der Tourismusbranche nachkommen, sagte Haider im Hinblick auf Erfordernisse infolge von steigenden Tourismusinvestitionen wie etwa das Kurhotel in Bad Bleiberg oder in Eisenkappel.

Der Landeshauptmann kündigte weiters an, dass die Aktion "plus 1" - die es bereits im Vorjahr gab - auch jetzt im Jänner und Februar angeboten werde. Demnach erhält jeder Lehrbetrieb, der zusätzlich einen Lehrling aufnimmt, einen Kostenersatz von 1000 Euro. Mit der Aktion 2002 konnten insgesamt 172 zusätzliche Lehrstellen vermittelt werden. Näheres dazu ist übrigens unter der Nummer 05 0536 30663 zu erfahren.

Auch ein "freiwilliges 10. Schuljahr" wird weiterhin angeboten. Für jene Schüler, die das 9. Schuljahr negativ beendet haben, besteht die Möglichkeit, durch den Besuch eines "freiwilligen 10. Schuljahres" an ihrer bisherigen Schule einen positiven Schulabschluss zu erlangen, um dadurch die Chancen auf einen Berufseinstieg zu erhöhen.

Wie der Landeshauptmann betonte, könne Kärnten im langjährigen Vergleich respektable Arbeitsmarktdaten aufweisen. Die Kärntner Daten heben sich kontinuierlich vom negativen Bundestrend ab. Die Arbeitslosigkeit im Dezember 2003 stieg österreichweit um 5 Prozent an, während sie in Kärnten um 1 Prozent sank. Kärnten konnte die Arbeitslosenrate zwischen 1998 und 2003 deutlich auf 8,1 absenken, während beispielsweise Wien einen Anstieg auf 9,5 Prozent verzeichnet. Von 2002 auf 2003 konnte Kärnten mit einem Minus von 0,2 bei den Arbeitslosenzahlen im Bundesländervergleich auf Platz zwei rangieren.

Kärnten hatte im vergangenen Jahr auch den größten Zuwachs bei den offenen Lehrstellen. In Wien gab es 2003 doppelt so viele Lehrstellensuchende wie noch vor fünf Jahren. Im Dezember 2003 verzeichnete Kärnten 510 Lehrstellensuchende und 243 offene Stellen.

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