Winterspass in Wien: Rodeln is' des leiwandste....

Wien (OTS) - In Wien gibt es über 80 Rodelplätze. Ohne Staus und langen Wartezeiten. Ob am Laaerberg, im Kurpark Oberlaa, auf der Lagerwiese Wolfersberg oder auf der Jesuitenwiese - alles was man braucht ist eine Rodel und natürlich Schnee. Derzeit noch aktuell:
Die Wiesen entlang der Höhenstrasse.

Billiges Vergnügen

Eine teure Profi-Sportrodel ist nicht notwendig. Mancher Hartgesottener wurde schon mit einem einfachem Plastiksackerl unter dem Allerwertesten gesichtet. Die klassische Holzrodel gibt es schon um etwa 50 Euro. Wer zu Hause eine alte Rodel hat, vielleicht sogar ein Familienerbstück, aber diese nicht mehr so "flitzt", muss nicht auf ein neues Modell zurückgreifen. Viele Wiener Sportgeschäfte bieten einen Reparaturservice an und schleifen die Kufen. So überholt man dann vielleicht mit einer alten Holzrodel einen neuen "Plastikbomber".

Es muss sogar nicht immer natürlicher Schnee sein. Ab zwei Grad minus wird etwa die Rodelbahn auf der Jesuitenwiese künstlich beschneit. In den Semesterferien gibt es dort für die jüngsten Rodelfans ein eigenes Betreuungsprogramm. Bei wenig Schneefall wird man am ehesten noch auf der Rodelstrecke Höhenstraße optimale Bedingungen vorfinden. Das Wiener Stadtgartenamt (MA 42), das Forstamt (MA 49) und das Sportamt (MA 51) achten darauf, dass die Wiener Rodelplätze bei entsprechender Schneelage "gut in Schuss" sind.

Historischer Rückblick

Rodeln war nicht immer Sport für jedermann. Bereits im 18.Jahrhundert amüsierte sich der hohe Adel mit Schlittenfahren. In kostbar verzierten Schlitten wurde zur "Damenwahl" geladen. Im Jahr 1803 stand in den "Wiener Notizen": "Im alten Wien, wo noch auf prunkvolle, rauschende Lustbarkeiten gehalten und verwendet wurde, waren die großen öffentlichen Schlittenfahrten eine der vornehmsten winterlichen Unterhaltungen."

Heute ist Rodeln längst ein Breitensport. Bevor man sich aber ins weiße Vergnügen stürzt, sollte man nicht auf wasserfeste Ausrüstung und festes Schuhwerk mit Profil verzichten. Denn auch bei diesem Sport passieren Unfälle. Im Vorjahr verletzten sich bundesweit über 2.300 Rodler. Hauptursache dafür, wie so oft:
Selbstüberschätzung. Kinder sollten über mögliche Gefahren aufgeklärt werden und nicht unbeaufsichtigt auf die Piste gelassen werden! Übrigens: Hunde haben auf einer Rodelbahn nichts verloren.

o Info: http://www.wien.at/ma42/rodeln.htm
Hotline Jesuitenwiese: 4000/972 00

rk-Fotoservice: http://www.wien.at/ma53/rkfoto/

(Schluss) red

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