Darabos: ÖVP soll Etikettenschwindel beenden

Ferrero-Waldner als unabhängig zu präsentieren, ist völlig unglaubwürdig

Wien (SK) SPÖ-Bundesgeschäftsführer Norbert Darabos wirft der ÖVP im Zusammenhang mit der Kandidatur von Außenministerin Ferrero-Waldner für das Amt des Bundespräsidenten "Etikettenschwindel" vor. Ferrero-Waldner soll nun offensichtlich von dem bereits präsentierten Personenkomitee nominiert und von der ÖVP nur "unterstützt" werden, um ihr den Mantel der Unabhängigkeit umzuhängen. "Wir Sozialdemokraten wollen eine faire Wahlauseinandersetzung", so Darabos am Mittwoch gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. "Ich appelliere daher an die ÖVP, diesen Etikettenschwindel zu beenden." Es sei nicht akzeptabel, dass die ÖVP schon vor Ferrero-Waldners offizieller Nominierung versuche, den Leuten Sand in die Augen zu streuen. ****

Darabos erinnerte daran, dass Ferrero-Waldner bereits seit 1995 in ÖVP-Regierungsfunktion ist. Sie hat als ÖVP-Spitzenpolitikerin die Politik und den Kurs von Wolfgang Schüssel, "der leider den Österreicherinnen und Österreichern in erster Linie starke Belastungen gebracht, die soziale Situation der meisten verschlechtert hat und Österreich im internationalen Vergleich in eine deutlich schlechtere Position gebracht hat", vollinhaltlich mitgetragen. "Ferrero-Waldner nun als unabhängige Kandidatin präsentieren zu wollen, ist völlig unglaubwürdig", so Darabos. Der SPÖ-Bundesgeschäftsführer abschließend: "Ich halte es auch für unfair und unakzeptabel, eine Strategie der Kindesweglegung zu fahren, nur weil es unangenehm ist, dass die Bevölkerung die ÖVP-Kandidatin mit der schwarz-blauen Politik der vergangenen Jahre identifiziert." (Schluss) se

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