Rest-Hinterseer/Grüne bei Weltsozialforum in Bombay

Anliegen: Wasser darf nicht zur Ware werden, Unternehmen müssen gesellschaftlich verantwortlich handeln

Wien (OTS) Heidi Rest-Hinterseer, die Regionensprecherin der Grünen, wird am Weltsozialforum, das am kommenden Donnerstag beginnt, sowie am Weltparlamentarierforum in Bombay teilnehmen. Auf dem Programm stehen neben dem Besuch zahlreicher Informations- und Diskussionsveranstaltungen auch Treffen mit VertreterInnen anderer Grünparteien, Nichtregierungsorganisationen und sozialen Bewegungen.

In Bombay wird unter anderen das Thema Wasser im Mittelpunkt stehen. "Der Zugang zu sauberem, gesundem und ausreichendem Trinkwasser ist nämlich eine Grundvoraussetzung für das Überleben, den Wohlstand und die soziökonomische Entwicklung der ganzen Menschheit", erläutert Rest-Hinterseer. "Wasser darf nicht als Ware und der Zugang zu Wasser darf nicht gewinnorientiertem Kalkül unterworfen werden, sondern muss als zentrale politische Aufgabe verstanden werden," fordert die Regionensprecherin und verweist auf das GATS-Abkommen der WTO. Alles müsse unternommen werden, damit möglichst viele Menschen Wasser zu erschwinglichen Preisen erhalten könnten. Dabei könnte das hoch entwickelte österreichische Know-how in der Wasseraufbereitung genützt werden.

"Dass die Wasserversorgung privatisiert werden soll, zeigt nur, wie viel Einfluss Unternehmen bereits auf politische Prozesse haben. Umso wichtiger ist es, dass Firmen gesellschaftliche Verantwortung zeigen", verweist Rest-Hinterseer auf einen weiteren Schwerpunkt, den sie in Bombay einbringen will. "Unternehmen, die Umwelt-, Sozial- und Menschenrechtsstandards ernst nehmen und überprüfbar danach handeln, sollten dann auch 'belohnt' werden", meint die Regionensprecherin. Denkbar wären in Österreich etwa ein Gütesiegel oder eine Bevorzugung dieser Unternehmen in der öffentlichen Beschaffung.

Abschließend erneuert Rest-Hinterseer ihre Kritik an Außenministerin Ferrero-Waldner: "Für eine erfolgreiche Entwicklungszusammenarbeit sind die Anliegen der Zivilgesellschaft ernst zu nehmen. Dass Ferrero-Waldner nicht zum Weltsozialforum fährt, dass das weltweit wichtigste Treffen der Zivilgesellschaft ist, ist enttäuschend."

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