Umweltminister DI Josef Pröll und sein ungarischer Amtskollege Dr. Miklos Persanyi informieren sich über die umweltfreundliche Abfalltransportlogistik der NÖ Abfallverbände und der BAWU

Wien (OTS) - Dir. Alfred Weidlich (Aufsichtsratsvorsitzender der BAWU), Bgm. Dir. Franz Hölzl (Stadt Krems) und Bgm. Walter Harauer (Obmann des Abfallverbandes Krems/Land) führten den hochrangigen Besuch durch die Müllumladestation Krems und informierten über die Abfalltransportlogistik der NÖ Abfallverbände und der BAWU.

Seit 1. Jänner 2004 dürfen auf Grund der neuen Deponieverordnung keine unbehandelten Abfälle mehr auf Deponien abgelagert werden. Durch den Entschluss zur Müllverbrennung sorgen die BAWU und ihre Gesellschafter (21 NÖ Abfallverbände) für eine altlastenfreie Zukunft. Jährlich werden 180.000 Tonnen Rest- und Sperrmüll einer umweltfreundlichen Behandlung zugeführt. Die thermische Verwertung des Abfalls erfolgt in der Müllverbrennungsanlage der AVN in Zwentendorf/Dürnrohr, die die EU-weite Ausschreibung gewonnen hat.

Der Transport der Müllmengen wird von der BAWU organisiert und aus ökologischen Gründen mit der Bahn durchgeführt. Hierzu war die Errichtung von insgesamt 10 Umladestationen in Niederösterreich notwendig. In diesen wird der Müll in Spezialcontainer - die "BAWU-Boxen" - verpresst und auf die Bahn verladen. Dieses europaweit vorbildliche Transportsystem spart 12.000 LKW-Fahrten jährlich!

Umweltminister DI Josef Pröll und sein Ungarischer Amtskollege Dr. Miklos Persanyi waren vom Gesehenen begeistert: "Es freut mich, dass in Niederösterreich die Deponieverordnung zeitgerecht und umweltschonend umgesetzt wird. Niederösterreich hat somit eine Vorbildwirkung für die anderen Bundesländer", so Minister Pröll.

Aufsichtsratsvorsitzender Dir. Alfred Weidlich: "Für uns ist der Besuch der beiden Umweltminister eine Anerkennung der Vorbildrolle der NÖ Abfallverbände, die österreichweit führend in der Umsetzung der Restabfallbehandlung/Müllverbrennung sind. Zugleich ist es für uns auch Ansporn, auf diesem erfolgreichen gemeinsamen Weg weiterzugehen und unser erarbeitetes Know-how auch den im Mai 2004 neu in die Europäische Union eintretenden Staaten weiterzugeben."

Näheres zur Transportlogistik:

Vorbild für Europa!
Basierend auf umfangreichen wissenschaftlichen Untersuchungen wurde von der BAWU ein zukunftsweisendes, intelligentes Transport- und Logistikkonzept aufgebaut. Es ist europaweit einzigartig und besticht sowohl aus ökologischer als auch ökonomischer Sicht. Die von den regionalen Abfallverbänden errichteten zehn Müllumladestationen sind mit einheitlichen Müllpressen ausgestattet, mit denen bis zu 13 Tonnen Abfall in die Spezial-Presscontainer, die "BAWU-Boxen", gepresst werden - um bis zu 60 % mehr als bei loser Verladung.

In umfangreichen Tests haben die "BAWU-Boxen" aus technischer sowie wirtschaftlicher Sicht überzeugt. Aufgrund ihrer geringen Reparaturanfälligkeit und dem erreichbaren Transportgewicht, bringen diese Container eine enorme Kostenersparnis in Anschaffung und Betrieb.

Die für die reibungslose Abwicklung des Transports notwendigen 400 Presscontainer wurden von der BAWU angekauft und den Umladestationen zur Verfügung gestellt. Durch das neu entwickelte EDV-System "NÖ AMAS" (NÖ Abfallmengenstrom- und Abrechnungssystem) ist die BAWU mit den zehn Umladestationen und der Verbrennungsanlage vernetzt. Dies ermöglicht einen vollautomatischen Datentransfer von den Umladestationen bis zur Abrechnung mit den einzelnen Abfallverbänden. Auch die Bahnfrachtbriefe werden automatisch über EDV erstellt.

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