Chile: Drittwichtigster Markt Südamerikas

Exporte laufen zufriedenstellend - Nach Gesetzesnovelle, die Energydrinks erlaubt, werden entsprechende österreichische Produkte die Ausfuhrstatistik ankurbeln

Wien (PWK013) - Die stabilen politischen Verhältnisse Chiles, verbunden mit einer entsprechenden Wirtschaftspolitik, führten nach einem Wirtschaftswachstum im Jahr 2002 von 2,1 % zu einem beschleunigtem BIP-Wachstum von 3,1 % in der 1. Jahreshälfte des vergangenen Jahres. Für das Gesamtjahr 2003 wird mit einem Zuwachs von bis zu 3,3 % gerechnet. Für heuer erwarten Analysten sogar eine Zunahme von rund 4 %.

Der chilenische Außenhandel zeigt ebenfalls eine entsprechende Dynamik, wobei die Ausfuhren im vergangenen ersten Halbjahr um 7,3 % und die Einfuhren um 10,1 % zulegten. Getragen wurden diese Steigerungen ausfuhrseitig durch eine Erhöhung der Weltmarktpreise für Kupfer, das noch immer rund ein Drittel der chilenischen Exporte ausmacht, sowie Steigerungen der Lieferungen von Obst, Gemüse und Wein. Die chilenischen Importe profitieren von einer erhöhten Konsumneigung einerseits sowie verstärkten Investitionen. Positiv wirkt sich auch der seit 01.02.2003 in Kraft befindliche Handelsabschnitt des Assoziierungsabkommens EU-Chile aus, auf dessen Basis Zollfreiheit für praktisch alle industriell-gewerblichen Güter eingeräumt wird.

2002 konnte Österreich erstmals einen geringfügigen Überschuss im Außenhandel mit Chile erzielen, da sich die Exporte um über 15,3 % erhöhten, während gleichzeitig die österreichischen Importe aus Chile um über 30 % abnahmen. In beiden Fällen betrug der Wert knapp über 39 Mio Euro. In den ersten neun Monaten des vergangenen Jahres konnten sich die österreichischen Exporte konstant halten - das Ausfuhrvolumen machte 27,2 Mio Euro aus. Auf der anderen Seite legten die Importe aus Chile wieder zu und beliefen sich auf 31,7 Mio Euro.

"Chile ist derzeit der drittwichtigsten Abnehmer österreichischer Waren am südamerikanischen Kontinent - hinter Brasilien und Argentinien", betont Walter Koren, Leiter der Außenwirtschaft Österreich (AWO) der WKÖ. Wichtigste österreichische Lieferpositionen sind Maschinen und Anlagen, gefolgt von pharmazeutischen Produkten, Eisen- und Stahlwaren sowie Sportgeräten. "In Zukunft dürften aufgrund gesetzlicher Veränderungen, die nunmehr die Einfuhr von Energydrinks zulassen, diese eine ebenfalls nennenswerte Lieferposition darstellen", erwartet Andreas Meindl, WKÖ-Handelsdelegierter in Santiago. Dem positiven Exporttrend entsprechend konnte auch die Errichtung neuer österreichischer Vertriebsniederlassungen beobachtet werden, die ebenfalls im Bereich Energydrinks sowie zur Unterstützung der bei der U-Bahn in Santiago eingesetzten österreichischen Ingenieure dienen.

Heuer sind von der WKÖ-Außenhandelsstelle unter anderem eine Gruppenausstellung auf der Luftfahrt- und Wehrtechnik-Fachmesse FIDAE 2004, die in der Zeit vom 29. März bis 04. April 2004 abgehalten wird, vorgesehen sowie eine Katalogausstellung auf der wichtigsten Bergbaumesse des südamerikanischen Kontinents, EXPOMIN, die für 20. bis 24. April 2004 geplant ist. (BS)

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