SJÖ: Oberstes Ziel im Jahr 2004 muss Kampf gegen Jugendarbeitslosigkeit sein!

Duale Lehrlingsausbildung durch triale ersetzen

Wien (SK) Andreas Kollross, Vorsitzender der Sozialistischen Jugend Österreich (SJÖ), fordert zum Neujahrsbeginn die Aufnahme des Kampfes gegen die Jugendarbeitslosigkeit als oberstes Ziel. Gerade im Bereich der Jugendarbeitslosigkeit wäre es möglich, am schnellsten konkrete und effektive Maßnahmen zu setzen. "Die permanent steigende Jugendarbeitslosigkeit zeigt, dass bloße Unternehmensförderungen keine Erfolge zeitigen. Wollen Unternehmen auf der einen Seite gut ausgebildete Fachkräfte, so fehlt andererseits deren Bereitschaft, diese auch auszubilden", so Kollross am Montag gegenüber dem Pressedienst der SPÖ. ****

Für Kollross ist aufgrund der sinkenden Zahl an Lehrlingsausbildungsplätzen die duale Lehrlingsausbildung ein Auslaufmodell: "Der Staat muss auch hier sein Verantwortung für die Ausbildung Jugendlicher wahrnehmen. Öffentliche Lehrwerkstätten als dritte Komponente der Lehrlingsausbildung garantieren, dass jede und jeder Jugendliche einen Ausbildungsplatz bekommt. Mittels einer Wertschöpfungsabgabe kann dieses System durch die Betriebe finanziert werden, denn diese profitieren ja letztendlich von qualifizierten Fachkräften."

Arbeitslosigkeit ist für Kollross kein Schicksal, das ihre Ursache in individuellen Unzulänglichkeiten hat, sondern Produkt einer falschen Politik. "Seit dem Jahr 2000 mit dem Antritt der schwarz-blauen Regierung wird Arbeitslosigkeit bewusst in Kauf genommen und durch die Regierungspolitik gefördert. Die Pseudobeschäftigungsinitiativen von FPÖVP haben den Trend der steigenden Jugendarbeitslosigkeit nicht umgekehrt. Es wird Zeit, dass Maßnahmen für die Betroffenen gesetzt werden, anstatt der Jugend fehlende Werte vorzuwerfen und passiv auf ein Wirtschaftswunder irgendwann in einer nicht näher definierten Zukunft zu warten. Politik hat die konkrete Aufgabe und auch die Möglichkeit, für Vollbeschäftigung zu sorgen. Die aktuelle Bilanz der Bundesregierung zeigt aber, dass dies offensichtlich in ihrem Programm keine Priorität besitzt", so Kollross abschließend. (Schluss) wf/mp

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