HGPD-Kaske: "Höchste Zeit für modernes Hausbesorgergesetz"

Auch Schneefälle beweisen Bedarf

Wien (ÖGB/HGPD. "Je länger die Schneefälle andauern, umso bewusster wird vielen WienerInnen, dass es immer weniger Hausbesorger gibt", erklärt der Vorsitzende der Gewerkschaft Hotel, Gastgewerbe, Persönlicher Dienst (HGPD), Rudolf Kaske: "Seit der Abschaffung des Hausbesorgergesetzes wurde jeder fünfte Wiener Hausbesorgerposten nicht nach besetzt." Und das habe Folgen - denn nur die HausbesorgerInnen mit "alten" Dienstverträgen haben Arbeitszeiten rund um die Uhr, sieben Tage die Woche und haften für Unfälle bei nicht geräumten Gehsteigen.++++

"Bei vielen Häusern sind jetzt private Reinigungsfirmen für die Schneeräumung zuständig - da bleibt die weiße Pracht da oder dort oft länger liegen", weiß Kaske. Dreieinhalb Jahre nach Abschaffung des Hausbesorgergesetzes gäbe es noch keinen Ersatz für dieses Gesetz. Ein Kollektivvertrag scheitere bisher am Fehlen eines kollektivvertragfähigen ArbeitgeberInnenverbandes.

Der HGPD-Vorsitzende appelliert an die Bundesregierung: "Wir fordern rasch ein modernes Hausbesorgergesetz - in den letzten Jahren hat sich gezeigt, dass der Großteil der MieterInnen die effiziente, persönliche Dienstleistung der HausbesorgerInnen nach wie vor sehr schätzt." HausbesorgerInnen, die rund um die Uhr vor Ort sind, können nicht nur rasch auf Schneefall, Laub, Verschmutzungen oder Einbrecher reagieren - sie haben auch eine wichtige soziale Funktion. Kaske betont: "Unsere Konzepte für ein neues HausbesorgerInnen und -betreuerInnen-Gesetz liegen schon länger vor - jetzt ist es allerhöchste Zeit zu handeln. Das sieht jeder, der mit offenen Augen durch die Stadt geht derzeit besonders deutlich."

Rudolf Kaske abschließend: "Die HausbesorgerInnen tun mir derzeit schon sehr leid. In aller Frühe schaufeln sie schon den Schnee weg und meistens müssen sie noch öfters raus - dazu der Dreck in den Stiegenhäusern. Über den Neuschnee in unseren österreichischen Schigebieten freue ich mich allerdings sehr." Die HGPD vertritt nämlich auch die ArbeitnehmerInnen in der Tourismusbranche.(kk)

ÖGB, 10. Jänner 2003 Nr. 007

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