Pröll: Mit Steuerreform Agrardiesel fixiert - EUR 50 Mio. Entlastung netto

Auch Schaumweinsteuer wird abgeschafft

Wien (AIZ) - Im Zuge der Einigung der Regierungsparteien bei ihrer Klausur in Salzburg über die zweite Etappe der Steuerreform wurde auch die Steuerreduzierung auf Diesel für Landwirte in das Entlastungspaket aufgenommen, gab Landwirtschaftsminister Josef Pröll heute bekannt. "Unter Bundeskanzler Wolfgang Schüssel ist es gelungen, die größte Steuerreform der 2. Republik zu fixieren. Sie bringt eine massive Entlastung für die Bevölkerung ebenso wie für die Wirtschaft. Für die Bauern von zentraler Bedeutung: Das Regierungsübereinkommen wird umgesetzt, der Agrardiesel ist fix", freut sich Pröll. Damit sei das jahrelange und zentrale Anliegen der österreichischen Landwirtschaft zur Herstellung von Wettbewerbsfairness innerhalb der EU endlich Realität. Gerade im Hinblick auf die Erweiterung der Union und vor dem Hintergrund zuletzt wieder stagnierender agrarischer Einkommen sei diese Maßnahme bei den landwirtschaftlichen Betriebsmitteln ein dringend notwendiger Schritt der Entlastung, so Pröll. Die Einigung sieht vor, dass die Mineralölsteuer für die Verwendung von Dieselöl in der Landwirtschaft um insgesamt EUR 50 Mio. Euro netto gesenkt wird.

Die österreichischen Land- und Forstwirte brauchten beim Dieselpreis künftig den Vergleich mit Deutschland, aber auch mit anderen Ländern wie Frankreich oder Dänemark nicht scheuen, so Pröll weiter.

Auch Schaumweinsteuer wird abgeschafft

Als erfüllt könne laut Pröll mit dem jetzt geschnürten Paket auch die Forderung nach Abschaffung der Schaumweinsteuer angesehen werden. Gerade die Schaumweinsteuer hätte die Produktion von Sekt in Österreich zunehmend gefährdet. "Mit der Abschaffung der Schaumweinsteuer wird eine lange bestehende Wettbewerbsverzerrung zu ausländischen Produkten wie Prosecco beseitigt und es ist für ein ohnedies eher strukturschwaches Gebiet der weitere Ausbau österreichischer Wertschöpfung und eine Einkommensabsicherung für rund 15.000 Bauern möglich", sagte Pröll.
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