SPÖ präsentiert Heinz Fischer als Kandidaten zum Bundespräsidenten

Gusenbauer: "Österreich kann nichts Besseres passieren, als Heinz Fischer zum Bundespräsidenten zu haben"

Wien (SK) "Angesichts seiner langen politischen Erfahrung und Tätigkeit kann Österreich nichts Besseres passieren, als Heinz Fischer zum Bundespräsidenten zu haben", begründete SPÖ-Vorsitzender Alfred Gusenbauer in seiner Laudatio die Nominierung Heinz Fischers zum Präsidentschaftskandidaten der SPÖ. Vor rund 700 Gästen wies Gusenbauer bei der offiziellen Präsentation Fischers im Wiener MAK darauf hin, dass Heinz Fischer in seiner politischen Tätigkeit sehr deutlich unter Beweis gestellt hat, dass es ihm nicht um ihn selbst geht, sondern dass er einen Beitrag zur Weiterentwicklung "unseres Landes und der Demokratie leisten will, damit Österreich eine gute Heimat für seine Menschen ist". Darum sei klar, dass Heinz Fischer der "nächste Bundespräsident unseres Landes werden soll", so Gusenbauer. ****

Die Nominierung Fischers als SPÖ-Kandidaten für das höchste Amt sei nach reiflicher Überlegung in einer Zeit erfolgt, in der es wiederkehrende Diskussionen über die Notwendigkeit des Amtes gebe oder darüber, ob sich der Präsident zu viel oder zu wenig in die Innenpolitik einmischt. Die SPÖ sei der Ansicht, dass das Bundespräsidentenamt eine der wichtigsten Funktionen im Staate sei, dass es dabei aber nicht um einen Ersatzkaiser oder einen Ersatzkanzler gehe, sondern "um einen ehrlichen Mittler zwischen den Positionen". Ein Bundespräsident müsse das notwendige Fingerspitzengefühl haben, wann er sich zu Wort melden muss. Es gehe dabei nicht um Aktionismus oder um "Gschaftelhuberei", sondern darum, "ein ruhender Pol in einer bewegten Zeit zu sein", unterstrich Gusenbauer.

Es müsse jemand gewählt werden, der fähig sei, Brücken zwischen den Menschen, zwischen den Parteien, zwischen den Religionen und zwischen der Gegenwart und der Zukunft zu schlagen. "Dafür gibt es niemanden Besseren als Heinz Fischer", betonte der SPÖ-Vorsitzende. "Dass Fischer ein Sozialdemokrat ist, wird niemand verleugnen, schon gar nicht er selbst. Aber das schließt nicht aus, sich überparteilich, fair und objektiv zu verhalten." Gusenbauer wies angesichts der zahlreichen SPÖ-Abgeordneten im Saal darauf hin, dass Fischer, als Nationalratspräsident, zu den sozialdemokratischen Abgeordneten besonders streng gewesen sei und toleranter zu den anderen. Diese Haltung sei das allerbeste Zeugnis dafür, dass politische Gesinnung nicht daran hindert, ein überparteilicher Präsident für alle Menschen zu sein, so Gusenbauer.

"Die einen mögen bösartig gemeint haben, Fischer ist kompromisssüchtig. Man kann es aber auch anders sehen - jedes Argument besonders abzuwägen und gemeinsames Terrain zu suchen. Das ist in Zeiten, wo die Inszenierung des Streites im Vordergrund steht, ein Charakterzug, der nicht immer dazu führt, die besten Kritiken zu bekommen. Es ist aber ein Charakterzug, der einen Bundespräsidenten am meisten auszeichnet, indem er Brücken zu allen Menschen schlägt", sagte der SPÖ-Vorsitzende.

Es sei wichtig, dass ein Bundespräsident ein Patriot und ein Demokrat ist. Gleichzeitig müsse er auch ein Mann oder eine Frau des Volkes sein. Jeder Wähler, jede Wählerin müsse sich die Fragen stellen, wer bei Auseinandersetzungen die ruhigste Hand bewahrt, wer bei internationalen Krisen am ehesten zum richtigen Zeitpunkt das richtige Wort wählen würde, mit wem man sich in der Hofburg am sichersten fühlt. "Wenn sich jeder diese Fragen stellt, dann ist klar: Heinz Fischer soll der nächste Bundespräsident unseres Landes werden", so Gusenbauer.

Er selbst habe vor allem in den letzten vier Jahren Heinz Fischer als engen Partner, Ratgeber und Freund erlebt. Fischer sei ihm auch in den schwierigsten Zeiten zur Seite gestanden. "Wenn man Heinz Fischer an der Seite hat, hat man das Gefühl, es kann einem nichts mehr passieren", sagte der SPÖ-Vorsitzende. Daher gebe es für das Bundespräsidentenamt niemanden besseren als Heinz Fischer. (Schluss) ns

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