Hartinger: Erhalt der Geburthilfe in Schladming gefährlich

Spitzenmedizin kann in einer so kleinen Station nicht gewährleistet werden

Wien (OTS) - Harte Kritik an der politischen Entscheidung von Gesundheitslandesrat Wolfgang Erlitz zum Erhalt der Geburtenstation im Diakonissenkrankenhaus Schladming übte heute die zuständige Geschäftsführerin des Hauptverbandes der österreichischen Sozialversicherungsträger, Mag. Beate Hartinger. Erlitz hatte zuvor die Empfehlung des Landesrechnungshofes, die Geburtenstation aufzulassen negiert.
"Als die zuständige Geschäftsführerin für den Spitalsbereich und die medizinische Qualität im Gesundheitswesen ist es meine Aufgabe die Versicherten zu schützen. Alle schwangeren Frauen, die im Vertrauen auf die österreichischen Qualitätsstandards, ihr Kind in einem Krankenhaus zur Welt bringen wollen, müssen wissen, dass die nun geplante Geburtshilfestation in Schladming diese Qualität auf Dauer nicht bieten wird können", so Hartinger.
"Mindestens 800 Geburten pro Jahr braucht eine Geburtshilfestation damit die Ärzte regelmäßig mit allen denkbaren Komplikationen konfrontiert werden, um im Bedarfsfall die erforderliche medizinische Hilfeleistung rasch und geübt erbringen zu können. Der internationale Vergleich zeigt, dass Geburtshilfestationen mit geringeren Fallzahlen auf Dauer schlechtere Qualität leisten", so Hartinger weiter. "Landesrat Erlitz hat mit seiner politischen Entscheidung für Arbeitsplätze und für Bequemlichkeit entschieden, diese Entscheidung geht aber auf Kosten der medizinischen Qualität. Den schwangeren Frauen werde in Zukunft nur mehr der Standard einer Hausgeburt geboten. Dies dürfe den werdenden Müttern von Erlitz nicht verschwiegen werden", so Hartinger abschließend.

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