ÖVP Seniorenbund brachte überhöhte Rezeptgebühr zu Fall

Anton Fürst, Landesgeschäftsführer des Wiener Seniorenbundes, begrüßt das Ende des Verwirrspiels um die Rezeptgebühr

Wien (9. Jänner 2004) - Der Wiener ÖVP Seniorenbund begrüßt die gestern Abend erzielte Einigung zwischen dem Hauptverband der Sozialversicherungsträger und der Österreichischen Apothekerkammer über die Rücknahme einer nach Ansicht des Seniorenbundes "um ein Drittel überhöhten Rezeptgebühr", die von den meisten Apotheken in Österreich für bestimmte Medikamente seit Jahresbeginn eingehoben wurde.

Die Rezeptgebühr für Medikamente auf Kassenrezepten wurde gemäß Gesetz mit 1. Jänner 2004 von 4,25 auf 4,35 Euro angehoben. Nach einer Richtlinie der Apothekerkammer berechneten jedoch die meisten Apotheken aufgrund der Auslegung einer Vereinbarung mit dem Hauptverband für Medikamente mit Preisen bis 5,60 Euro seit dem Jahreswechsel den vollen Medikamentenpreis, sofern der Patient nicht wegen geringen Einkommens von der Rezeptgebühr befreit war. Erst bei Medikamentenpreisen ab 5,65 Euro wurde nur die legale Rezeptgebühr von 4,35 Euro eingehoben.

"Für viele Patienten bedeutete das mit Jahresbeginn eine Erhöhung des Selbstbehaltes bei diesen Medikamenten um mehr als 30 Prozent, was im Gesetz mit Sicherheit nicht gedeckt ist", betont der Landesgeschäftsführer des Wiener Seniorenbund, LAbg.a.D. Anton Fürst, der aufgrund zahlreicher Beschwerden die Gebietskrankenkasse und den Seniorenbund-Vertreter im Hauptverband alarmierte. Schließlich müssen die Pensionisten seit 1. Jänner ohnedies schon einen um 0,6 Prozent erhöhten Krankenkassenbeitrag zahlen.

Der Seniorenvertreter im Hauptverband der Sozialversicherungsträger, Ing. Wilhelm Mohaupt, informierte Hauptverbands-Chef Dr. Josef Kandlhofer. Dieser nahm unverzüglich mit der Apothekerkammer Gespräche auf und erreichte gestern Abend eine Rücknahme dieser für Patienten völlig unverständlichen Praxis. Es bleibt für ASVG-Versicherte beim festgeschriebenen Selbstbehalt von maximal 4,35 Euro und bei billigeren Medikamenten wird wie bisher der Medikamentenpreis verrechnet. (Schluss)

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