Hundstorfer: Streik-Teilnehmer nicht diffamieren!

GdG-Vorsitzender weist Vorwürfe scharf zurück: "Gerede von 'fröhlicher Feier’ ist Unsinn!"

Wien(GdG/ÖGB). Mit scharfen Worten wies der Vorsitzende der Gewerkschaft der Gemeindebediensteten (GdG), Rudolf Hundstorfer, Freitag eine öffentliche Diffamierung der Mitarbeiter der Wiener Linien zurück. Ihnen war vorgeworfen worden, am 3. Juni 2003 nicht gestreikt, sondern "gefeiert" zu haben. Hundstorfer: "Derart unsinnige Behauptungen werden wir sicher nicht auf den Mitarbeitern sitzen lassen!"++++

Die Hintergründe der Affäre: Im Namen von neun Jahreskarten-Besitzern hatte der ÖVP-Seniorenbund die Wiener Linien auf 10 Euro Schadenersatz geklagt. Bei dem Prozess wurde behauptet, die Mitarbeiter der Wiener Linien hätten nicht gestreikt, sondern gefeiert. Konkret war von "einem sehr heiteren Weingelage" die Rede. "Was hinter diesen absurden Anwürfen steckt, ist klar: Die Streikenden sollen im Nachhinein diffamiert, der ernste Anlass des Streiks, nämlich die als Pensionsreform getarnte Geldbeschaffungsaktion der schwarz-blauen Regierung soll in den Hintergrund gedrängt werden", erklärte Hundstorfer. Die GdG werde nicht zulassen, dass auf dem Rücken engagierter Bürgerinnen und Bürger, die in Sorge um die Zerschlagung der Altersvorsorge von ihrem Streikrecht Gebrauch gemacht haben, nun politisches Kleingeld geschlagen wird.

ÖGB, 9. Jänner 2004
Nr. 006

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