ÖAMTC: Auf eisglatter Fahrbahn besondere Vorsicht vor Schutzwegen

Fußgänger müssen Zebrastreifen immer gefahrlos überqueren können

Wien (ÖAMTC-Presse) - Die Fahrverhältnisse sind derzeit vielerorts schwierig, umso vorsichtiger müssen Autolenker daher sein, wenn sie sich auf eisglatter, rutschiger Fahrbahn einem Schutzweg nähern. "Fast ein Viertel aller Fußgängerunfälle ereignet sich auf Schutzwegen", sagt ÖAMTC-Verkehrssicherheitsexperte Roman Michalek. Wie die Unfallstatistiken der vergangenen Jahre zeigen, ereignen sich zwei Drittel aller Schutzwegunfälle zwischen Oktober und März, also in den "finsteren" Herbst- und Wintermonaten.

Erst gestern, Donnerstag, kam ein 15-jähriger Schüler im Bezirk Hartberg in der Steiermark ums Leben, als er beim Überqueren eines Schutzweges von einem Pkw erfasst wurde. Der Pkw-Lenker hatte ihn vermutlich übersehen.

Der ÖAMTC-Experte erinnert: "Ein Fußgänger, der sich bereits auf dem Schutzweg befindet oder diesen erkennbar benützen will, hat Vorrang. Ein Fahrzeuglenker darf ihn weder gefährden noch in seiner Querungsabsicht behindern." Das Tempo ist immer, besonders aber bei schlechten Straßenverhältnissen und Dunkelheit, so zu wählen, dass der Autofahrer bei Bedarf rechtzeitig anhalten kann. Schnee auf dem Schutzweg bedeutet keinesfalls "Bahn frei" für die Kraftfahrer. Auch wenn die Markierung nicht erkennbar ist, muss aufgrund des Verkehrszeichens "Kennzeichnung eines Schutzweges" der Fußgängerübergang beachtet werden. "Wer einen Schutzwegbenützer gefährdet oder behindert, dem drohen zwischen 72 und 2.180 Euro Strafe", sagt Michalek.

Fußgänger sollten auf verschneiten Schutzwegen besonders aufpassen und keinesfalls zu knapp vor einem Auto auf die Fahrbahn laufen. Auch bei Schutzwegen gilt, dass Fußgänger die Fahrbahn nicht unmittelbar vor herannahenden Fahrzeugen und für deren Lenker überraschend betreten dürfen. "Richtiges Verhalten ist also der beste Schutz", sagt Michalek. Bei Dunkelheit sollte man als Fußgänger außerdem möglichst helle Kleidung tragen. Reflektoren auf Kleidung und Schultasche tragen wesentlich dazu bei, um Kinder bei Dunkelheit oder schlechter Sicht besser sichtbar zu machen. Der ÖAMTC-Experte verlangt außerdem, dass alle Schutzwege bestmöglich beleuchtet werden, damit Unfällen auf Zebrastreifen bei Dunkelheit entgegengewirkt wird.

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ÖAMTC-Pressestelle/Elvira Oberweger

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