Austria perspektiv-GF Dr.Fürst:Österreich Hauptgewinner der EU-Erweiterung

Neuer Geschäftsführer will Position von Austria perspektiv als wirtschaftsnahes Kompetenzzentrum für Struktur- und Gesellschaftspolitik verstärken

Wien (OTS) - Die EU-Erweiterung sei das herausragende Ereignis dieses Jahres. Er sei überzeugt, dass Österreich daraus den größten Gewinn aller EU-Mitgliedsstaaten ziehen kann, wenn es seine Chancen voll nutzt. Dies erklärt der neue Geschäftsführer von "Austria perspektiv - Ein Institut der Österreichischen Wirtschaft", Dr. Erhard Fürst, bei seinem Amtsantritt. Wie Dr. Fürst betont, möchte er gemeinsam mit Geschäftsführer Dr. Theodor Faulhaber die Position von Austria perspektiv als wirtschaftsnahes Kompetenzzentrum für längerfristige Themen der Struktur- und Gesellschaftspolitik verstärken.

Die von den Wirtschaftsforschern für heuer prognostizierte mäßige Konjunkturerholung müsse durch eine gezielte Politik der Standortsicherung und Beseitigung von Strukturschwächen begleitet werden, um Österreich in den nächsten Jahren auf einen über dem EU-Durchschnitt liegenden Wachstumspfad zu bringen, fordert der neue Geschäftsführer von Austria perspektiv. Nur ein kräftiges Wirtschaftwachstum biete den Schlüssel zur simultanen Bewältigung der Herausforderungen in den Bereichen Budget, Beschäftigung und Sozialsysteme.

Die ungünstige demographische Entwicklung ist laut Fürst längerfristig das entscheidende Wachstumshemmnis. Eine stärkere Einbindung der Frauen und älteren Arbeitskräfte in den Wirtschaftsprozess ebenso wie eine qualifikationsorientierte Zuwanderungspolitik seien daher vordringlich. Gleichzeitig müsse das Produktivitätswachstum durch ergänzende Maßnahmen im Bildungs- und Innovationsbereich nachhaltig erhöht werden.

Dies bedeute, so Dr. Fürst, die Verbesserung der steuerlichen Attraktivität des österreichischen Wirtschaftsstandorts, den Verzicht auf weitere Belastungen der Unternehmen im Energie- und Klimabereich, eine fokussierte Unterstützungspolitik für kleinere Betriebe in Grenznähe und den Abbau administrativer und bürokratischer Lasten, unter denen Klein- und Mittelbetriebe besonders leiden. Der österreichische Verfassungskonvent hätte es durch eine stärkere Fokussierung auf wirtschaftliche Zielsetzungen in der Hand, für Österreich das Modell eines modernen, schlanken Staats zu entwerfen, der Eigenverantwortung und unternehmerisches Denken fördert, seine knappen Mittel vermehrt zur Zukunftssicherung einsetzt und seine Position in Europa und im globalen Rahmen offensiv definiert, erklärt Dr. Erhard Fürst abschließend.

Dr. Erhard Fürst ist seit Anfang Jänner 2004 - gemeinsam mit Dr. Theodor Faulhaber - Geschäftsführer von Austria perspektiv und folgt in dieser Funktion Mag. Alexander Rauner, der neue Aufgaben in der Wirtschaftskammer Österreich übernehmen wird.

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